Kunstauktion in der Orangerie
Bild: Werneke
Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Wenn am Samstag, 8. März, zur Kunstauktion in die Orangerie am Schloss Rheda eingeladen wird, steht eine vielfältige Bandbreite an Werken zur Auswahl. Einblicke in das Angebot gaben bereits Ralf Hammacher, Geschäftsführer der Flora-Westfalica-GmbH, und die künstlerische Leiterin der Werkstatt Bleichhäuschen Melanie Körkemeier. Erstmalig mit von der Partie ist auch der Kunstverein Dortmund.
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Das Bleichhäuschen und die Flora Westfalica veranstalten ihre mittlerweile zehnte Auktion erstmalig in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Kunstverein. Rund 60 Arbeiten sollen unter den Hammer kommen, 34 davon hat die Werkstatt Bleichhäuschen organisiert, 23 werden seitens des Dortmunder Vereins beigesteuert. Durch die Kooperation erhofft sich Melanie Körkemeier für die Veranstaltung ein bisschen urbanen frischen Wind und neue Dynamik für die Veranstaltung. Wenn Auktionator Dr. Rüdiger Krüger den Hammer schwingt, wird er zum Beispiel die Ehre haben, einen Heinz Mack unters Volk zu bringen. 1400 Euro beträgt das Mindestgebot für seinen Siebdruck unter dem Titel „Das Hohelied Salomo“. Druckgrafiken des Mitglieds der Düsseldorfer Künstlergruppe Zero, die gewissermaßen schon Kunstgeschichte geschrieben habe, seien in Galerien durchaus für mehrere tausend Euro zu haben, informierte Expertin Körkemeier. Auch Ulrich Rückriem gehört zu den international bekannten Namen im Auktionskatalog. Werke erwerben zu können, ohne Galeriepreise zahlen zu müssen: Die grundsätzliche Idee der Auktion gilt nach wie vor, gleichwohl ist es Melanie Körkemeier wichtig, dass die Wertschätzung der Künstler dabei nicht auf der Strecke bleibt. Die Mindestgebote für die günstigsten Arbeiten liegen übrigens bei unter 100 Euro.

Fotografien auf Seide

Die Palette der Bilder und Objekte ist breit. Sie reicht von Fotoarbeiten bis zu Öl auf Leinwand. Besonders edel anmutend: zwei Fotografien auf Seide der japanischen Künstlerin Hiroko Inoue (je 1700 Euro Mindestgebot). „Das erste Mal ist eine Videoarbeit dabei“, informiert die Bleichhäuschen-Cefin. Julia Charlotte Richter, die sich mit Generationenfragen auseinandersetze, sei mit „Das kleine Rotkäppchen“ vertreten. Zudem wird ein Videostill angeboten, in dem sie an der Fassade ambitionierter junger Männer in der Finanzwelt kratzt. Keine Sorge: Es gibt auch regionale „Klassiker“. Die Besucher können Mischtechniken von Karl-Heinz Essig ebenso ersteigern wie Bernhard Sprutes „Matterhorn – Die Spitze mit Adler“, Temperaarbeiten Barbara Körkemeiers und Collagen der in Rheda gut bekannten verstorbenen Künstlerin Sam Flowers. 

Objektkunst

Im Bereich der Objektkunst dürfen sich Besucher auf Mangrovenholzimitate von Julia Kröpelin freuen, die mit Realität und Imitation spielt. Genau hinschauen muss der Betrachter bei der Arbeit des in Amsterdam lebenden Léon van Opstal, der ein Insekt wie ein Aufziehspielzeug präsentiert. Mancher mag sich noch an die imposante transparente Blase erinnern, mit der Miriam Jonas in ihrer Alias-Ausstellung die Orangerie füllte. In Anlehnung daran hat sie das wesentlich kleinere Exponat „Airyl“ geschaffen.

Möglichkeit zur Vorbesichtigung

Vor der eigentlichen Kunstauktion am Samstag, 8. März, ab 16 Uhr in der Orangerie, Steinweg, Rheda, besteht die Möglichkeit zur Vorbesichtigung. Die Werke in Augenschein nehmen können Interessenten am Donnerstag, 6. März,  in der Zeit von 17 bis 20 Uhr, am Freitag, 7. März, von 16 bis 18 Uhr und am Samstag, 8. März, von 14 bis 16 Uhr. Der Eintritt zur Besichtigung sowie zur Auktion ist kostenfrei. 

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