Lastwagen mit Whiskey kippt auf A 2 um
Bilder: Eickhoff
Ein mit Whiskey-Flaschen beladener Lastwagen ist am Dienstagabend auf der A 2 zwischen Rheda-Wiedenbrück und Oelde umgekippt.
Bilder: Eickhoff

Der Fahrer (48) des Ferrari aus Bad Salzuflen gab bei der Polizei an, der rechte Hinterreifen des Sportwagens sei geplatzt. Der Mann verlor etwa einen Kilometer hinter der Stadtgrenze von Rheda-Wiedenbrück (Parkplatz Marburg) die Kontrolle über das erst vier Jahre alte Auto. Laut Polizei schlug der Luxuswagen anschließend mehrfach gegen die Mittelleitplanke.

Fatale Kettenreaktion

Während der schwarze Ferrari über die Fahrbahn schleuderte, beschädigte er unter anderem einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lastwagen, der Whiskey geladen hatte. Der 60-jährige Fahrer verlor ebenfalls die Kontrolle über seinen 40-Tonnen-Sattelzug. Das Gespann kippte auf die Beifahrerseite, beschädigte eine Notrufsäule und blieb schließlich auf der Leitplanke liegen. Der Lkw-Fahrer wurde nicht verletzt, die Ladung fiel jedoch teilweise von der Ladefläche in die Böschung.

Die Beamten der Autobahnpolizei Bielefeld sperrten den rechten und mittleren Fahrstreifen. Der Verkehr staute sich am Dienstagabend auf einer Länge von bis zu vier Kilometern.

Der geplatzte Reifen dieses Ferrari hat auf der A 2 bei Rheda-Wiedenbrück am Dienstagabend eine fatale Kettenreaktion ausgelöst.

Die Löschzüge Rheda und St. Vit waren zunächst zu einem Unfall mit eingeklemmter Person alarmiert worden, diese Meldung bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Beteiligte haben Glück im Unglück

Sowohl der Lkw-Fahrer als auch die beiden Insassen des Ferrari konnten aus eigener Kraft die Fahrzeuge verlassen. Vater und Sohn wurden zunächst an der Unfallstelle vom herbeigeeilten Notarzt aus Oelde untersucht und später ins Krankenhaus transportiert. Das konnten sie aber nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Die Feuerwehrleute streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und reinigten die Fahrbahn. Trümmerteile hatten sich auf fast 100 Meter verteilt.

Bergung dauert bis in die frühen Morgenstunden

Bei dem Whiskey handelte es sich um eine Discounter-Eigenmarke. Vermutlich mussten die Kisten von Hand abgeladen werden.

Ein Havariekommissar wurde an die Unfallstelle beordert, um das weitere Vorgehen sowie die Bergung zu organisieren. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum frühen Morgen andauern.

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