„Leiche im Dessert“ zur Krimi-Nacht
Bild: Werneke
Getreu dem Motto „Länger einkaufen, Spuren suchen und gewinnen“ findet in Rheda das Einkaufserlebnis „Tatort Rheda – Krimi-Nacht“ statt. Die Veranstalter hoffen auf ähnlich regen Zuspruch und Spaß wie bei der Premiere im Vorjahr.
Bild: Werneke

Soviel steht für Kommissar Arne Beerheld fest: Konservenfabrikant Siegfried Großebohnenkamp ist offenbar nicht an der Nachspeise gestorben, die er vor seinem Tod gegessen hat. Vielmehr deutet eine Schusswunde auf Mord. Doch wer ist der Schuldige? Das dürfen alle Interessenten bei einem Suchspiel mit anschließender Verlosung herausfinden.

Hinweise in den Geschäften

Nach dem Premierenerfolg von „Tatort Rheda – Krimi-Nacht“ im vorigen Jahr und reger Nachfrage lädt die Projektgruppe erneut zum spannenden Einkaufsbummel ein. Vertreten sind im Team etwa die Initiative Rheda, die Flora-Westfalica-GmbH und die Stadtbibliothek. Die Anzahl der Geschäftsleute sei aufgrund der positiven Resonanz dieses Mal noch größer als bisher, informierte Andrea Sandknop von der Projektgruppe im Pressegespräch am Montag. Bei der Spurensuche können die Teilnehmer somit in 28 Ladenlokalen die acht entscheidenden Hinweise finden, um sie auf ihrem Teilnahmeschein im Spielheft aufzukleben und ihr Kreuzchen beim Richtigen der drei Tatverdächtigen zu setzen.

Das Spiel ist etwas kniffliger“, kündigte Elke Leßmeier von der Flora Westfalica an. Anders als im Vorjahr kann man bei der zweiten Auflage nicht den Tatort besichtigen, der erneut das Hotel Reuter ist. Dort wird übrigens auch der Hauptgewinner speisen: Ein Mordsmenü mit Mrs. Hudson und Sherlock Holmes – gespielt von Darstellern der Theatergruppe rund um Bärbel Page – verspricht ein Erlebnis zu werden.

Dazu gibt es Häppchen

Mörderschnaps, forensische Häppchen, Blutkuchen – wie bei der Premiere werden die Einzelhändler den Besuchern auf Verbrecherjagd in ihren Geschäften den Aufenthalt mit Häppchen besonders schmackhaft machen. Schließlich geht es bei der Veranstaltung nicht zuletzt darum, wie Bernhard Ackfeld, Mitglied von der Initiative Rheda erklärte, die Vielfalt und Leistungsfähigkeit des Einzelhandels in Rheda darzustellen. Er hofft, dass sich die Krimi-Nacht langfristig etabliert.

Das Einkaufserlebnis mit Nervenkitzel begleitet die „B. P. & Company“. Bärbel Page und sechs Mitspieler schlüpfen in Anlehnung an britische Meisterdetektive wie Miss Marple und Co. in Kostüme und treten auf den Straßen sowie in den Ladenlokalen mit den Passanten in Dialog.

Lesungen und Partyspaß

Das Unterhaltungsprogramm rund um den abendlichen Einkaufsspaß in Rheda fällt umfangreicher aus als zuvor. Neu ist die Krimi-Party, die am Freitag, 6. November, ab 22.30 Uhr in der Remise-Remiza steigt. Die Hobby-Detektive wird Lukas Hegel mit seinem Saxophon schon während ihres Bummels mit jazzigen Klängen bei Laune halten. „Pink Panther darf nicht fehlen“, verspricht er.

Gab es im Vorjahr nur einen Veranstaltungspunkt mit Lesungen, sind es nun vier an der Zahl. Jürgen Kehrer, bekannt als Autor der Wilsberg-Krimis, wird ebenso zu Gast sein wie Erasmus Herold, der in Stromberg lebt, und schon vier Regionalkrimis veröffentlicht hat. Der in Rheda-Wiedenbrück wohnende Godehard Stein liest aus seinem ersten Roman „Daneben“. Aus seiner Feder stammt übrigens auch die frei erfundene Suchspielgeschichte „Eine Leiche im Dessert“. Sie ist im Spielheft mit den Zeichnungen von Marcus Splietker abgedruckt. Lesungen mit Yvonne Plum komplettieren den Reigen der Lesungen. Die „Tatort-Rheda“-Gäste werden wohl, so vermutet Angelika Vaughan von der Stadtbibliothek, „die Qual der Wahl“ haben. Die Autoren werden ihre Vortragsorte wechseln. Im Kinobus des Jugendkulturrings, der nahe der Remise steht, heißt es „Film ab“ für Krimi-Kurzfilme.

Die Zeit – um 22 Uhr werden die Gewinner in der Stadtbibliothek gezogen – wird also wie im Flug vergehen, um dem Mörder des Konservenfabrikantens Großebohnekamp, der in Rheda seinen Nachlass erläutern wollte, auf die Spur zu kommen.

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