Lintel putzt sich für Jurybesuch heraus
Bild: Grujic
Für die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ rechnen sich (v. l.) Manfred Strathaus, Heinz und Alexander Siefert sowie Ortsvorsteher Gerd Stiens gute Chancen aus.
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 Gute Chancen auf eine vordere Platzierung rechnet sich die Dorfgemeinschaft aus, wenn die Bewertungskommission am 15. September, den Ortsteil bereist. Nicht einmal zwei Stunden haben die Linteler Zeit, um die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ von den Vorzügen ihres Ortsteils zu überzeugen. „Das wird knapp“, sagt Stiens und hat sich deshalb gemeinsam mit seinen Mitstreitern ein straffes Konzept überlegt, mit dem man der Kommission „möglichst viel Lintel in möglichst kurzer Zeit“ näherbringen will. Nach der Begrüßung auf dem Pausenhof der Postdammschule geht es ins Feuerwehrgerätehaus, wo Stiens und Co. eine Powerpoint-Präsentation über den flächenmäßig größten Rheda-Wiedenbrücker Stadtteil halten. Ein Rundgang durch das „Herz“ der Kapellensiedlung schließt sich an, bevor die Kommission mit Vertretern der Dorfgemeinschaft in den Bus steigt, um entlegenere Sehenswürdigkeiten anzusteuern.

Mit Eigenleistung punkten

 Punkten wollen die Linteler vor allem mit den vielen kleineren Maßnahmen, die sie in den vergangenen beiden Jahren im Dorfkern größtenteils in Eigenleistung realisiert haben: Vor der Schule wurde ein schmuckes Bushaltehäuschen aus Glas und Beton errichtet, das Umfeld des gegenüberliegenden Ehrenmals mit Bäumen, Stauden und einer Hecke aufgewertet. Durch eine dezente Neugestaltung stärker in den Blickpunkt gerückt haben die Linteler auch das Areal rund um die „Dreiklang“-Skulptur gegenüber der Gaststätte Pöppelbaum. Ein neuer Postkasten mitten im Dorf, die Obstwiese zwischen Schule und Neubaugebiet, das frisch gestrichene Feuerwehrhaus, der Findling mit dem Linteler Wappen am Ortsausgang Richtung Gütersloh oder auch der viel beachtete, weil mit eigener Muskelkraft angelegte Bürgerradweg zwischen Lintel und Varensell – die Liste der umgesetzten Maßnahmen ist lang und ließe sich fortschreiben. Wichtig ist der Dorfgemeinschaft aber auch, dass das Zusammenspiel im Ortsteil funktioniert. „In Lintel lässt es sich leben, in Lintel kann man was erleben“, bringt Gerd Stiens auf den Punkt, was ein liebenswertes Dorf für ihn und seine Mitstreiter ausmacht.

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