Lintels Prinz mit Entertainerqualitäten
Bild: Dresmann
Auch die Landjugend hat ihren Anteil daran, dass Lintel zur "Narrenhochburg" der Stadt geworden ist.
Bild: Dresmann

Wenn ein Dorf oder ein Stadtteil zeigen will, was alles in ihm steckt, dann wird erst einmal eine Gewerbeschau. In Lintel geht das anders: Da wird einfach Karneval gefeiert. Von den kleinen Lintelern bis hin zu den Landfrauen, alle hatten etwas für die Narrensitzung in der Halle von Hof Voltmann vorbereitet. 500 Besucher waren gekommen – und die machten richtig Stimmung.

Vorn weg Lintels närrisches Oberhaupt Hendrik Wortmann mit seiner Prinzessin Bernadette. Zusammen mit ihrer Throngesellschaft erzählten sie die Geschichte des Prinzenkostüms. Mehr als 40 Jahre alt ist das Kleidungsstück schon, und es hat daher schon dicke und dünne Bäuche, Kaninchenzüchter, Schlagersänger und alles Mögliche ertragen müssen. Die Throngesellschaft ließ die Gelegenheit nicht aus, so manchen Ex-Prinzen ordentlich durch den Kakao zu ziehen.

Immer vorn weg: Prinz Hendrik. Stück für Stück ließ sich dieser das Kostüm vom Leib reißen, um sich anschließend wieder einkleiden zu lassen – und um im funkelnagelneuen Kostüm die Bühne zu verlassen. Pudelwohl fühlen sich auf der Bühne auch die Eckensänger. „Sie sind fester Bestandteil des Linteler Karnevals“, berichtete Moderator Christian Stiens, „sie legen den Finger in die Wunde“. Damit sollte er Recht behalten. Zu Roy Blacks Lied „Schön ist es auf der Welt zu sein“ präsentierten die Eckensänger eine Hommage an das aktuelle Prinzenpaar dar. „Schön ist es Prinzenpaar zu sein“, waren sich die Eckensänger sicher.

„Prinzen und Ex-Prinzen suchen ein Zuhause“, hieß die kleine Gesprächsrunde, in der die Eckensänger für Prinz Hendrik eine neue Bleibe suchten. „Bei Pöppelbaum am Kreisverkehr war er angebunden“, wussten die Sänger und sie waren sich sicher: „Der ist keiner für die Alleinhaltung. Der braucht viel Auslauf und eine erfahrene Hand.“ Auch das letzte Lied der Eckensänger beschäftigte sich mit den Regenten: „Einmal möchte ich im Leben, das wäre fein, Prinzessin bei der Ecke sein.“

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