Mäusebekämpfung durch Bussarde
Manfred Grünebaum setzt in seiner Tannenschonung auf natürliche Mäusebekämpfung durch Greifvögel.

Für Bussarde sind die mehr als sieben Meter hohen Holzstangen bereits liebgewordene Plätze geworden. Sie bieten den Vögeln freie Sicht auf die Schonungen, in denen Nordmanntannen und Blautannen heranwachsen. Manchmal schon frühmorgens, wenn die Mäuse in ihren Erdlöchern erwachen und sich auf Futtersuche begeben, stellen sich auch die Greifvögel ein und bewachen mit scharfsichtigen Augen die noch kleinwüchsigen Nadelbäume, die jetzt drei und sechs Jahre alt sind.

Die zarten Baumwurzeln sind Leckerbissen für die Nager. Die Greifvögel sorgen durch ihre Jagd, aber auch bereits durch ihre bloße Präsenz auf den Ansitzen für eine Dezimierung der Nager, die sich abschrecken lassen. Diese natürliche Art der Mäusebekämpfung zieht Landwirt Grünebaum einem Einsatz mit chemischen Mitteln vor.

Der 50-jährige Nebenerwerbslandwirt ist in den vergangenen 29 Jahren zum Nadelbaumfachmann geworden und gibt sein Wissen an seinen 17 Jahre alten Sohn Philipp weiter. Grünebaum senior absolvierte jüngst zusätzlich einen Lehrgang über Umwelt- und Landschaftsschutz.   Als Nebenerwerbslandwirt – bis vor 20 Jahren gab es auf der Hofstelle seiner Familie noch 20 Rinder und zwei Pferde – kann er das landwirtschaftliche Erbe seines Vaters unter heutigen Bedingungen fortsetzen. Und das ist Manfred Grünebaum, der in seinem Wohnhaus vor den Toren St. Vits mit seiner Frau, zwei Söhnen und seiner Tochter lebt, sehr wichtig.

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