Malteser: Viel Stress vor dem Stichtag
Ein neues Zuhause haben die Malteser mit (v. l.) Dominic Brune, Irmgard Disse, Sascha Fechner, Sandra und Daniel Harms, Jennifer Wiese, Leo Mangel und Ursula Braun.

Vermutlich haben Brune und die anderen Helfer vorher noch eine Nachtschicht eingelegt. Schließlich soll alles perfekt hergerichtet sein, wenn am Samstag ab 12.30 Uhr die ersten Besucher das neue Domizil der Malteser betreten. „Dann wird uns allen eine Last von den Schultern fallen“, sagt Sanitätshelferin Irmgard Disse und ihre Kollegin Ursula Braun fügt hinzu: „Wir werden laut Hurra schreien.“ Seit dem 1. Juli sind die Malteser aus Rheda-Wiedenbrück im Dauerstress. Renovieren, Kisten schleppen, streichen und vieles mehr – was man bei einem Umzug eben so macht. Dazu kamen reguläre Einsätze wie vor einer Woche beim Gourmet-Markt.

„Gearbeitet wie die Berserker“

„Unsere Mitarbeiter haben gearbeitet wie die Berserker“, sagt Ursula Braun und ist sichtbar stolz, vor allem auf die jüngere Generation. „Die Helfer opfern ihre freie Zeit. Man sagt immer, dass mit den jungen Leuten nichts anzufangen sei. Mit denen hier schon“, sagt Ursula Braun weiter und deutet in Richtung von Dominic Brune, Sandra Harms, Jennifer Wiese und Sascha Fechner, die sich gerade im großen Schulungsraum eine Pause gönnen. Im Vergleich zu den ehemaligen Räumlichkeiten des Malteser-Hilfsdienstes gleicht das gemietete Gebäude an der Gütersloher Straße einer kleinen Villa. Direkt am Eingang ist das kleine, aber feine Büro vom Stadtbeauftragten Stefan Fressmann. Eine Tür weiter folgt der Ausbildungs- und der Desinfektionsraum.Zu der neuen Unterkunft gehört eine große Garage für den Krankentransporter und Mannschaftswagen. Hier sind auch die Spinde für die Belegschaft.

Direkte Anbindung zur Innenstadt und Autobahn

Teile des Mobiliars, Utensilien für die Renovierung wie zum Beispiel Farbe und auch finanzielle Hilfe wurde von Sponsoren beigesteuert. „Wir waren vorher in einer Schmuddelecke“, sagt Irmgard Disse. Davon kann heute keine Rede mehr sein. Jetzt können die Malteser Erste-Hilfe-Kurse auch in den eigenen Räumlichkeiten anbieten. Einen weiteren Vorteil des Standorts nennt Sascha Fechner: „Wir Helfer müssen bei Einsätzen nicht erst quer durch Rheda. Wir haben hier ja die City und die Autobahn direkt vor der Tür.“ Der Dauerstress hat sich also gelohnt.

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