Manipulationen an polnischem Lastwagen
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Die Polizei hat einen in Polen zugelassenen Lastwagen in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. An dem Fahrzeug waren zahlreiche technische Manipulationen festgestellt worden.
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Durch Beamte des Verkehrsdiensts Rheda-Wiedenbrück konnten mit Hilfe des Werkstattmeisters mehrere Manipulationen festgestellt werden. Zwischen dem Getriebesensor und dem digitalen Kontrollgerät war ein im Armaturenbrett versteckter Schalter eingebaut.

Ruhezeiten vorgetäuscht

Durch seine Inbetriebnahme wurde dem Kontrollgerät vorgetäuscht, dass das Fahrzeug steht und die Ruhezeiten eingehalten werden, obwohl der Lkw gefahren wird. Zusätzlich war eine weitere Manipulation durch eine sogenannte „Speed-Box“ installiert. Hiermit wurden laut Polizei die an der Hinterachse angebrachten Signale der Radsensoren manipuliert und die gefälschten Daten in das elektronische Bremssystem eingespeist. Auch dies diente dazu, der Fahrzeugelektronik einen Reifenstillstand vorzutäuschen, obwohl die Sattelzugmaschine bewegt wird. Auf diese Weise wurden gleich zwei unabhängige Sicherheitssysteme am Lkw umgangen.

Die Sattelzugmaschine mit Auflieger war mit einer Ladung von 25 Tonnen Salz auf dem Weg von Polen nach Belgien. Der Fahrer hatte nach einer Ruhepause auf der Autobahn 2 mehrere unerklärliche Fehlermeldungen in seiner Instrumententafel. Daraufhin fuhr er zu einer Werkstatt, um die Fehlermeldungen löschen zu lassen. Vermutlich hatte ein Defekt an dem laienhaft angeschlossenen Manipulationsschalter die Meldungen ausgelöst, teilt die Polizei mit.

Spediteur muss hohes Bußgeld zahlen

Das Verbauen oder Bereithalten einer Einrichtung zur Fälschung, Unterdrückung oder Vernichtung von Aufzeichnungen und Speicherinhalten stellt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Fahrpersonalgesetz dar und wird mit einem Bußgeld von 15.750 Euro geahndet.

Das Bußgeld wurde durch den polnischen Spediteur als Sicherheitsleistung innerhalb von drei Tagen beglichen. Für diese Zeit musste der Fahrer in einem Hotel übernachten.

Er durfte mit seinem Lkw erst weiterfahren, als die Manipulationen entfernt worden waren und ein Sachverständiger die ordnungsgemäße Funktion der Kontrollgeräte bestätigt hatte.

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