Mehr Gäste, weniger Übernachtungen
Ein beliebtes Ziel ist Rheda-Wiedenbrück insbesondere für Zweiradfahrer. Darauf will die Flora Westfalica aufbauen. In Zusammenarbeit mit dem Verband Teutoburger Wald soll das Tourismusangebot der Doppelstadt in einem größeren Radius beworben werden. Zuletzt waren die Übernachtungszahlen rückläufig.

Diesem Trend will die Flora-Westfalica-GmbH mit neuen Angeboten entgegenwirken. Das städtische Tochterunternehmen, das für die Tourismusförderung in Rheda-Wiedenbrück zuständig ist, legt dabei das Augenmerk auf Reisende, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Der Radtourismus habe seit Jahren einen hohen Stellenwert, erklärt Susanne Westermann, stellvertretende Geschäftsführerin der Flora. Darauf gelte es aufzubauen.

Flora-Westfalica-GmbH setzt auf Radtouristen

In Zusammenarbeit mit dem Verband Teutoburger Wald, der sich die Bündelung von Angeboten für Radfahrer auf die Fahnen geschrieben hat, soll Rheda-Wiedenbrück im Rahmen einer konzertierten Marketingkampagne noch bekannter gemacht werden. So sei im Verbund mit anderen fahrradfreundlichen Kommunen beispielsweise die Erstellung von Karten und Broschüren sowie die Schaltung von Gemeinschaftswerbung und der Aufbau einer Internetpräsenz geplant, sagt Susanne Westermann.

Durchschnittliche Verweildauer sinkt

In den Hotels und Pensionen der Doppelstadt wurden im vergangenen Jahr 46.191 Gäste registriert. Das entspricht einer Steigerung von 6,1 Prozent im Vergleich zu 2013. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ging jedoch von 1,8 auf 1,6 Tage zurück. Folglich sank die Zahl der Übernachtungen auf 73.899 (minus 3,7 Prozent). In die Statistik einbezogen werden lediglich Betriebe mit mehr als zehn Betten. Ferienwohnungen und Privatunterkünfte finden keine Berücksichtigung.

Die Rückgänge seien alles andere als besorgniserregend, stellt Susanne Westermann klar. Trotzdem dürfe man sich auf dem Erreichten nicht ausruhen. Um das vergleichsweise hohe Übernachtungsniveau zu halten, müsse das kommunale Tourismuskonzept stetig angepasst werden.

Steigende Ankunftszahlen hat im Jahr 2014 auch die Nachbarstadt Rietberg verbucht (plus 1,3 Prozent), während die Quote in Gütersloh rückläufig war (minus 2,4 Prozent). Bei den Übernachtungen weist die Statistik für beide Vergleichskommunen ein Defizit aus: minus 6,6 Prozent in Gütersloh und minus 0,7 Prozent in Rietberg.

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