Mensch und Pferd meistern Kegelparcours
Bild: Wieneke
Gerd Aschoff veranschaulichte, wie früher Kaltblüter Baumstämme aus dem Wald zogen.
Bild: Wieneke

Aus einem „Flutlicht-Schaufahren“ der Pferdefreunde 1997 bei der Party zum Abschluss eines Reitturniers des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Reckenberg-Wiedenbrück hat sich diese Schau in 15 Jahren zu einer eigenständigen Veranstaltung auf der Reitanlage in St. Vit entwickelt. Die intensive Ausbildung und Schulung der Aktiven, insbesondere junger Menschen bei Fahrlehrgängen habe reiche Früchte getragen, freut sich Wilhelm Baumhus, versierter Veranstaltungsleiter: Unter 35 Startern am Samstag begrüßte er vor großer Zuschauerkulisse viele Schüler, Jugendliche und Junioren. Die „Fahrt um die Goldene Peitsche“ wird auf einem Kegel-Parcours für Ein- und Zweispänner ausgetragen. Das Publikum erlebte rasante Fahrten, herausragende fahrerische Leistungen des Nachwuchses und gestandener Fahrer sowie unterschiedlichste Ponys und Pferde. Allen Aktiven konnte man ihre Begeisterung am Fahrsport ansehen. Oft entschied nur eine einzige Sekunde über Sieg und Niederlage.

Schnell und ohne Fehler

Entsprechend der individuellen Spurbreite der Kutschen wurden für jeden Fahrer die durch ein Kegelpaar gebildeten Tore gekennzeichnet. Jedes Tor erhielt zur Spurbreite einen Zuschlag von 40 Zentimetern. Es war eine Hindernisstrecke mit 15 Kegelpaaren gesteckt worden. Bei der Wertungsfahrt mussten die Tore möglichst schnell durchfahren werden. Die Kegel und ein auf ihrer Spitze liegender Ball durften dabei nicht fallen – sonst gab es Fehlerpunkte. Sieger wurde das Gespann mit den wenigsten Fehlerpunkten. Bei Punktgleichheit gab die schnellste Zeit den Ausschlag. Der Wettbewerb um die „Goldene Peitsche“ wurde in vier Klassenwertungen ausgetragen: die Jugendklasse des Fahrernachwuchses für Ein- und Zweispänner sowie drei Erwachsenenklassen, und zwar für Einspänner sowie für Zweispänner mit Ponys und mit Großpferden.

Mit der Kutsche zum Turnier

Beifall ernteten drei Schülerinnen: Sie waren in ihrer Kutsche mit Pony „Jony 464“ und dem zweiten Pony „Kleiner Onkel“ im Schlepptau von Langenberg zur Reitanlage in St. Vit gefahren und legten so auch den Heimweg zurück. Der querschnittgelähmte Mannschafts-Vizeweltmeister Markus Beerhues aus Langenberg zeigte mit den energiegeladenen Ponys „Jerry“ und „Hannibal“ eine Fahrt der Extraklasse: Er meisterte den Parcours so schnell wie kein anderer – allerdings fielen auch einige Bälle und Kegel.

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