Möbel-Schmidt plant Elektrofachmarkt
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„Weiße Ware“ wie Geschirrspüler, aber auch verschiedene Elektrokleingeräte, will das Einrichtungshaus Schmidt in Zukunft auf 1100 Quadratmetern anbieten. Zuvor muss jedoch die Rheda-Wiedenbrücker Sortimentsliste geändert werden. Diese gibt vor, welche Artikel auch außerhalb der Stadtzentren vertrieben werden dürfen. Elektroartikel gehören bislang nur bedingt dazu.
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Für die Sortimentserweiterung des Möbelhauses ist die Zustimmung des Stadtrats erforderlich. Die jedoch blieb in der jüngsten Sitzung am Montagabend aus. Der Vorschlag der Stadtverwaltung, der notwendigen Änderung der Rheda-Wiedenbrücker Sortimentsliste zuzustimmen, wurde bei 18 Ja- und 18 Neinstimmen sowie einer Enthaltung ganz knapp abgelehnt.

Bedenken äußerte vor allem die CDU. Fraktionsvorsitzender Uwe Henkenjohann regte an, vor einer endgültigen Entscheidung Stellungnahmen von der Bezirksregierung, der Industrie- und Handwerkskammer sowie des Einzelhandelsverbands Ostwestfalen-Lippe einzuholen. Auf dieser Grundlage solle dann im ersten Quartal 2013 weiter beraten werden. Die Zustimmung der Bezirksregierung sei Voraussetzung. „Wenn wir heute ja sagen und Detmold übermorgen nein, wäre ja nichts gewonnen.“

Laut Einzelhandelskonzept dürfen Elektrokleingeräte, Lampen, Leuchtmittel, Computer und Unterhaltungselektronik nur in den Innenstädten von Rheda und Wiedenbrück vertrieben werden. Diese Beschränkung in der Sortimentsliste müsste aufgehoben werden, damit Möbel-Schmidt an der Hauptstraße einen Elektrofachmarkt eröffnen kann.

„Dadurch würden wir uns einen Großteil unserer Gestaltungsmöglichkeiten an anderer Stelle wegnehmen“, betonte Jörg Pohlmann (CDU). Vor einer Entscheidung müsse genau überlegt werden, wohin die Entwicklung in den Innenstädten von Rheda und Wiedenbrück gehen soll.

„Die CDU will sich nicht entscheiden, sondern lieber zögern und zaudern“, kritisierte Volker Brüggenjürgen (Grüne). Sein Fraktionskollege Hans-Hermann Heller-Jordan gab zu bedenken, dass durch den geplanten Fachmarkt „keine gewachsenen Versorgungsstrukturen in den Stadtkernen gefährdet werden“. Denn größere Elektroanbieter gebe es in den Zentren ohnehin nicht.

„Farbe bekennen und sofort entscheiden“ wollte Dirk Kamin (UWG). Auch Hubert Möller (FDP) sprach sich für den Verwaltungsvorschlag aus. Peter Berenbrinck (SPD) konnte „es nicht nachvollziehen, warum die CDU das Thema vertagen will“. Im Sinne des Investors „sollten wir die Angelegenheit möglichst schnell auf den Weg bringen“, forderte Berenbrinck.

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