NRW-Radtour startet in Rheda-Wiedenbrück
Bild: KOM3
Das verspricht ein Spektakel zu werden, wenn scharenweise Radfahrer in Rheda-Wiedenbrück am Donnerstag, 18. Juli, zur NRW-Tour aufbrechen. In der Doppelstadt an der Ems wird auch der Zielpunkt am Sonntag, 21. Juli, sein. Zig Freizeitausflügler hat die Veranstaltung schon in der Vergangenheit angezogen.
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„Noch nie hatten wir so viele Anmeldungen wie jetzt“, berichtet Axel Weber von Westlotto im Pressegespräch. Die Gesellschaft mit Sitz in Münster bietet die Veranstaltung gemeinsam mit der Nordrhein-Westfalen (NRW)-Stiftung an, bei der die Freizeitausflügler von Donnerstag, bis Sonntag, 18. bis 21. Juli, insgesamt rund 210 Kilometer zurücklegen können. In den Etappenzielstädten Paderborn und Bielefeld erwartet sie Unterhaltung beim WDR-4-Sommer-Open-Air.

Grenze liegt bei 1400 Mitfahrern

Aus Kapazitätsgründen, etwa bezüglich der Übernachtungsmöglichkeiten, liege die Grenze bei 1400 Mitfahrern, die sich aus 1200 Dauer- und 200 Tagesgästen zusammensetzen. Schon jetzt betrage die Quote verbindlicher Anmeldungen etwa 80 bis 90 Prozent, informierte Weber. Gleichzeitig betonte Winfried Raffel, Pressesprecher bei der NRW-Stiftung, dass noch rund 150 Plätze für Dauergäste zur Verfügung stehen, so dass sich Interessenten noch immer anmelden könnten. Erst ab Samstag, 1. Juni, seien die Anmeldungen für die Tagesetappen möglich.

Einige der NRW-Radtour-Partner hatten sich bereits im Vorfeld in den Sattel geschwungen und die vierte Etappe persönlich erkundet. Bürgermeister Theo Metteborg hieß sie am Emssee in Wiedenbrück willkommen. Er freut sich auf das Ereignis für Jung und Alt. „Das ist ein Sechser im Lotto für uns“, sagte er und machte keinen Hehl daraus, dass er sich von der Veranstaltung eine „sympathische Werbung“ für die Emsstadt verspricht. Er hoffe, dass manche der Freizeitradler noch einmal nach Rheda-Wiedenbrück kommen, um die Sehenswürdigkeiten, die sie im Juli unterwegs kurz sehen werden, näher zu erkunden.

Motto lautet „Das Land erfahren“

Dass die Veranstaltung dazu anregen soll, auf der Fahrt gesammelte Eindrücke zu vertiefen, bekräftigte Streckenorganisator Jürgen Klotzbücher (KOM3). Die NRW-Radtouren stünden unter dem Motto „Das Land erfahren“. Das Augenmerk werde insbesondere auf die Natur- und Kulturprojekte gerichtet, die von der NRW-Stiftung aus Lotteriemitteln von Westlotto gefördert werden, erklärte Winfried Raffel. In der Doppelstadt seien dies das Museum Wiedenbrücker Schule, in das 508 000 Euro aus der NRW-Stiftung geflossen seien, das Küsterhaus in St. Vit (100.000 Euro) und die Waldschule im Hubertusheim (77.000 Euro).

Idealer Standort und Partner mit Herzblut

Am Donnerstag, 18. Juli, soll um 13 Uhr am Reethus der Startschuss für die Familientour fallen. Rund 45 Kilometer werden Jung und Alt über Delbrück bis Paderborn, dem Ziel des ersten Tourtags, zurücklegen. Zuvor sollen Abläufe sowie Partner vorgestellt werden, und es soll ein kleines musikalisches Beiprogramm geboten werden. Rheda-Wiedenbrück sei ein „idealer Standort“ als Start- und Zielpunkt, weil es nicht nur anreisetechnisch gut gelegen, sondern auch den logistischen Anforderungen gewachsen sei, informierte Jürgen Klotzbücher.

Einchecken von 9 bis 13 Uhr möglich

Die Stadt werden allein 400 Parkplätze für die Teilnehmer aus mehr als 280 Kommunen – darunter viele Rheinländer – einrichten, nannte Axel Weber von Westlotto ein Beispiel dafür. Gleichzeitig betonte er, dass die Veranstaltenden bei der Ortsauswahl der Verwaltung das nötige Herzblut und die Professionalität zugetraut hätten. Ohne all die Helfer, Ehrenamtlichen und Kommunen würde das gesamte Unterfangen nicht funktionieren können, sagte er. Streckenorganisator Klotzbücher geht davon aus, dass einige Teilnehmer schon tags zuvor individuell anreisen. Am 18. Juli finde das Einchecken von 9 bis 13 Uhr statt: Die Ausflügler geben ihr Gepäck ab, für den Transfer seien etwa fünf bis sechs Lastwagen im Einsatz.

Zwei Gruppen mit je 700 Teilnehmern

Den Tross, der in zwei Gruppen mit je 700 Teilnehmer aufgeteilt wird, begleite ein Team mit ADFC-Tour-Scouts, DRK-Sanitätsdienst und Polizei. Die Ordnungshüter – darunter Kradfahrer – würden unterwegs sukzessive Abschnitte sperren und für die rollende Schar den Weg frei machen. Am Ende des vierten Tags könnten die Hobbyradler an den berufsbildenden Schulen in Wiedenbrück, fußläufig zu ihren Autos auf den dortigen Parkplätzen – es sind Ferien – ihr Gepäck entgegennehmen.

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