Nach „Medicus“ auch „Claus“ abgesagt
Nicht so wie erhofft beginnt das neue Jahr. Die Musicalfabrik in Rheda-Wiedenbrück zieht daher die Reißleine. Die Arbeit an dem Projekt „Claus“ sei beendet, sagt Klaus Wulfheide.

Am Montagnachmittag sind die Mitglieder über den Beschluss informiert worden. „Leider beginnt das neue Jahr nicht so, wie von allen erhofft. Nach wie vor hat uns Corona alle fest im Griff und bestimmt unseren Alltag“, heißt es in dem Brief an die Mitstreiter. Das Virus sei zwangsläufig Gegenstand der jüngsten Vorstandssitzung gewesen, in der die Führungsriege unter anderem darüber beratschlagte, wie mit dem aktuellen Projekt „Claus“ unter Berücksichtigung der derzeitigen Infektionslage fortgefahren werden kann.

Realistische Betrachtung

„Betrachten wir die momentane Entwicklung sowie die Beschränkungen realistisch, ist nicht davon auszugehen, dass im ersten Quartal dieses Jahres Proben stattfinden können“, schreiben die Verantwortlichen. Namentlich sind das Vorsitzender Burkhard Schlüter, seine Stellvertreterin Jutta Helmer, Kassiererin Angèle Reker, Geschäftsführer Klaus Wulfheide und Projektleiterin Bettina Wulfheide. Selbst danach sei es mehr als unwahrscheinlich, in den normalen Modus zurückkehren zu können.

Angesichts der Tatsache, dass die Musicalfabrik ausschließlich mit Menschen arbeite, die im Berufsleben stehen, also nur nach Feierabend und in ihrer Freizeit dem gemeinsamen Hobby nachgehen können, benötigten die Akteure je nach Umfang eines Stücks mindestens zwölf Monate, um Bühnenreife zu erlangen. „Diese Zeit steht uns leider nicht zur Verfügung. In der verbleibenden Kürze ist es nicht möglich, die gewohnte hohe Qualität zu erarbeiten“, ahnt Wulfheide.

Dennoch optimistisch

Zwar ist „Claus“ Geschichte, dennoch blickt der Vorstand optimistisch in die Zukunft. So feiert der Verein 2022 seinen zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass möchte die rührige Gemeinschaft ein Jubiläumsmusical präsentieren. Die Castings sollen noch in diesem Jahr stattfinden. „Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben“, kündigt Wulfheide an. Hinsichtlich des Titels hüllt er sich in Schweigen.

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