Nasse Füße und ungebetene Gäste
Bild: Werneke
Vorsicht, Wasser: Aufpassen muss derjenige, der im Bahnhof in Rheda am Fahrkartenautomaten ein Ticket ziehen möchte.
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„Wir beantragen, zusätzlich die Toiletten im Bahnhof zu sanieren. Ihr Zustand ist sehr beklagenswert, um es gelinde auszudrücken“, sagte Peter Berenbrinck von der SPD. Diese brachte im Ausschuss für Grundstücke und Gebäude am Dienstag einen entsprechenden Antrag mit Blick auf die Planungen für das Haushaltsjahr 2018 ein. Einstimmig votierten die Gremiumsmitglieder dafür, ebenso wie für die weiteren in diesem Fachausschuss relevanten Haushaltspositionen. Die Toilettensituation entspreche nicht mehr den „Anforderungen an ein modernes und zeitgemäßes Erscheinungsbild eines Bahnhofs“, erläutert die SPD in ihrem Papier. Zudem könnten die hygienischen Standards mit der derzeitigen Anlage nicht sichergestellt werden.

Wasser vorm Ticketautomaten

Gefährdungen für die Nutzer befürchten die Sozialdemokraten zudem durch Wasser vor den mit Elektronik ausgestatteten Fahrkartenautomaten. In der Vergangenheit hätten sich vor diesen bei starken Regenfällen „Pfützen und Wasserlachen gebildet“. Die SPD möchte einen Sachstandsbericht und fordert: „Falls das Problem nicht behoben ist, bitten wir um kurzfristige Erledigung“. „Da machen sie alles mögliche, aber simpelste Abdichtungen werden nicht gemacht“, kritisierte Peter Berenbrinck die Zustände.

Bahnhof als Dauertreffpunkt

Eine weitere Problematik sehen die Sozialdemokraten darin, dass sich im Bahnhofsgebäude „erneut verstärkt alkoholisierte beziehungsweise Alkohol konsumierende Personen“ aufhalten und ihn als „täglichen Dauertreffpunkt“ nutzen würden. Sie bitten die Verwaltung zu prüfen, inwieweit, falls nicht schon vorhanden, eine Hausordnung mit Alkoholverbot durchgesetzt werden könne. „Das Gebäude ist seit Jahren städtisches Eigentum“, betonte Dirk Kamin (UWG), und es sei traurig, dass die Politik erst Hinweise geben müsse. Das Problem der Wasserlache etwa sei bekannt. Wie Thomas Becher, Leiter des Fachbereichs Immobilienmanagement, im Ausschuss informierte, habe die Stadt diesbezüglich die Bahn kontaktiert. Die Undichtigkeiten seien demnach durch das Gleisbett bedingt.

Kontrollen erfordern Personal

Thomas Becher erklärte, dass sich die Verwaltung bezüglich der WCs unter anderem über vandalensichere Anlagen schlau machen sowie den politischen Vertretern auch zu dem Thema Hausordnung berichten und einen Vorschlag erarbeiten wolle. Georg Effertz (CDU) begrüßte den im Ausschuss für Grundstücke und Gebäude vorgetragenen Antrag, dass die Verwaltung hinsichtlich einer möglichen WC-Sanierung eine entsprechende Beschlussvorlage erarbeiten soll. Zu dem Thema merkte Ernst Sebbel (FDP) an: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Toiletten auch in einem guten Zustand bleiben.“ Er äußerte die Idee, dass man den Zutritt vielleicht so regeln könne, dass dieser nur mit einer EC-Karte funktioniere. Was die Effektivität einer Hausordnung angeht, meinte er, dass Kontrollen in regelmäßigen Abständen notwendig seien: „Dafür müssen wir auch Personal ansetzen.“

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