Neuer Kirchen- und Klosterführer
Bild: Werneke
Das Titelbild des neuen Kirchen- und Klosterführers rückt die Marienkirche samt Mariensäule in den Blick. Das aktuelle Werk mit Farbfotos hat Bruder Martin Lütticke OFM, Guardian des Franziskanerklosters in Wiedenbrück, nun vorgestellt.
Bild: Werneke

27 Seiten stark ist das handliche Heft mit dem Titel „Die Marienkirche und das Franziskanerkloster in Wiedenbrück“. Fällig geworden ist eine Aktualisierung des bisher 20 Seiten dicken Informationshefts wegen der jüngsten Renovierungen der Kirche und in deren Umfeld, erläutert Bruder Martin Lütticke OFM, Guardian des Klosters in Wiedenbrück. „Das Bildmaterial war veraltet“, sagt er vor allem mit Blick auf die Innenrenovierung der Marienkirche 2008. Hinzu kamen die Außensanierung des Gotteshauses 2010 sowie die Veränderungen rund um die Kirche samt Marienplatz und Mönchstraße 2010/2011. Es wurde entschieden, auch den Text neu zu schreiben.

Elisabeth und Franziskus im Chorraum

Rasch blättert der Guardian auf Seite sieben, deutet auf das Foto und hält vergleichend das entsprechende Bild aus dem Vorgängerexemplar daneben: „Das Triumphkreuz hängt neu in der Kirche“, sagt er. Die Blumentöpfe auf dem Hochaltar sind den Statuen der Heiligen Elisabeth, Patronin der Deutschen Franziskanerprovinz, und des Heiligen Franziskus gewichen. „Ich freue mich über die beiden neuen Figuren“, ist der Guardian zufrieden damit, dass die Kirche durch sie auch optisch als Franziskanerkirche an Profil gewonnen hat. In seinem Text widmet sich Bruder Peter Fobes OFM, der bis 2010 im Kloster in Wiedenbrück gelebt hat und nun in Neviges ist, zunächst der Geschichte der Marienkirche, bevor er auf deren Ausstattung eingeht. Es folgt ein Exkurs in die Geschichte der Wiedenbrücker Franziskaner. Anschließend wird der Leser zum Rundgang durch das Kloster eingeladen. Skizzen vom Grundriss der Kirche sowie der Lage von Kloster und Kirche erleichtern ihm die Orientierung. Der aktuelle Kirchen- und Klosterführer setzt andere Akzente als sein Vorgänger, wenn er zum Beispiel den Kreuzweg Heinrich Repkes in Bild und Text aufnimmt, und sowohl der Speith-Orgel als auch der Kreuztracht am Karfreitag eine komplette Bildseite widmet. Es wird ein Blick hinter die Klostermauern gewährt, etwa in den Speisesaal. Die Pietà, die einst noch mit Strahlenkranz die Rückseite des Vorgängerhefts zierte, ist nun ohne Kranz auf Seite neun zu finden. Sie hat dem Klostergarten Platz gemacht, der an Bedeutung gewonnen hat. Während der Klosteroasentage sei er ein Ort, an dem „Menschen auftanken können“, sagt Bruder Martin.

In der Kirche ausgelegt

Die Farbfotos haben der inzwischen verstorbene Joachim Löckener sowie Andreas Kirschner gemacht. Einige von ihnen sind auch als Postkarte erhältlich. Der Kirchen- und Klosterführer ist mit einer Auflage von 3000 Exemplaren im Paulinus-Verlag, Trier, erschienen und für jeweils drei Euro im Schriftenstand der Kirche und an der Klosterpforte erhältlich. Die Postkarten können jeweils zum Preis von 50 Cent erworben werden.

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