Orientalische Traumhochzeit im Reethus
Bild: Eilert
Balanceakt: Einen Leuchter hält Ines Hess auf der Reethusbühne in Rheda-Wiedenbrück im Gleichgewicht. Sie hat dort einen orientalischen Tanzabend gestaltet.
Bild: Eilert

Ines Hess betritt den Festsaal und balanciert einen Leuchter mit neun brennenden Kerzen auf ihrem Kopf. Ihre Tanzschülerinnen tragen ebenfalls Kerzen in den Händen und folgen ihr durch die Reihen staunender Zuschauer zur Bühne. Dort spielte sich am Wochenende ein Fest unter dem Motto „Eine orientalische Hochzeit“ ab. Zu Beginn wurde das vermeintliche Brautpaar umtanzt und konnte im Anschluss mit den Hochzeits- beziehungsweise Reethusgästen die verzaubernde Stimmung genießen.

Stolze Leistung: 30 Tänzerinnen, 19 Szenen

Mehr als ein Jahr haben die rund 30 Tanzschülerinnen der Volkshochschul-Dozentin Ines Hess ihre Show geprobt. Jetzt hatten sie die Gelegenheit, ihr Können in der Öffentlichkeit zu präsentieren. In insgesamt 19 Szenen zeigten sie die unterschiedlichen Facetten exotischen Tanzstils. Zu original orientalischer Musik ließen die Frauen ihre Hüften kreisen und zogen die Zuschauer mit Bauchtanzeinlagen in ihren Bann. Außer mit einem Fächerschleiertanz, einem spanisch-arabischen Tanz und einem Säbeltanz begeisterten sie das Publikum mit flotten Trommelsoli und mit modernen und poppig angehauchten Tanzstücken. Jede Darbietung bot besondere Höhepunkte und sorgte für mitreißende Stimmung.

Funkelnde Kostüme

Die wechselnden, eleganten, funkelnden Kostüme setzten besondere Akzente und boten einen prachtvollen Anblick. „Einige der Kostüme haben wir speziell für diesen Abend in Indien anfertigen lassen“, erklärte die Initiatorin des Tanzfests, Ines Hess gegenüber der „Glocke“. Sie und ihre Schülerinnen haben keine Mühen gescheut, ihren Gästen ein original orientalisches Erlebnis zu bescheren.

Ganzkörpertraining

Die Mühe hat sich gelohnt: Zuschauer und Akteure genossen sichtlich die Auftritte. „Die Tanzeinlagen gefallen mir sehr gut und es macht viel Spaß, den Tänzerinnen zuzusehen“, erklärte Besucherin Mechthild Graute. Auch Nicole Welp war angetan: „Ich nehme selbst Tanzstunden. Es ist beeindruckend, wie sich die Tänzerinnen bewegen können. Der orientalische Tanz ist ein anstrengendes Ganzkörpertraining, das allerdings viel Freude macht.“

Bereits zum dritten Mal hat Ines Hess mit ihren Gruppen einen bunten, abwechslungsreichen Abend gestaltet. „Die orientalische Tanzszene ist ständig in Bewegung, und auch ich lerne immer wieder neue Dinge dazu“, sagte die Choreografin.

Basar entführt ins Morgenland

Der orientalische Abend im Reethus wurde durch zwei weitere Attraktionen bereichert. Außer Musik-CDs und DVDs bot der ägyptische Basar „Morgenland“ handgefertigte und original orientalische Kleider, Kostüme, orientalischen Schmuck und Bauchtanztücher. Die Besucher der Abendveranstaltung freuten sich über die Gelegenheit, die reiche Produktpalette durchstöbern zu können. Die Artikel wurden von ägyptischen Frauen hergestellt, deren Ehemänner politische Gefangene in Ägypten sind. Der Erlös aus dem Verkauf der Waren kommt deren Familien zugute.

Falafel und Fingerfood

Orientalische Spezialitäten schickten die Gäste des Tanzfests auf eine kulinarische Reise. Landestypisches wie Falafel, Bulgur-Linsen-Bällchen, verschiedene Salate und Fingerfood sorgten für das leibliche Wohl. Das exotische Buffet wurde von Mitgliedern des Tierheims Gütersloh vorbereitet und verlockend angerichtet. Ines Hess engagiert sich seit mehr als zwölf Jahren im Tierschutz und ist auch für das Tierheim Gütersloh ehrenamtlich tätig, dem die Einnahmen des orientalischen Tanzabends gespendet wurden.

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