Partnerschule wird nicht geschlossen
Die Kinder der südafrikanischen Partnerschule können aufatmen. Die Grootkraal Primary School wird nicht geschlossen.

Nachdem sich die deutsche Botschaft in Südafrika eingeschaltet hatte, wurden die Schließungspläne von den zuständigen Behörden aufgehoben. Damit geht für die Schüler der Klasse 7a, die seit zwei Jahren einen engen Briefkontakt mit Kindern der „Grootkraal Primary School“ in Südafrika pflegen, die bedrückende Zeit der Ungewissheit vorbei.

Lange war nicht klar, ob die Partnerschule geschlossen werden muss. Das Grundstück, auf dem die Bildungseinrichtung steht, war verkauft worden, und der neue Eigentümer hatte andere Pläne mit dem Gelände. Eine Ersatzschule gab es weit und breit aber nicht. Die Jungen und Mädchen der „Grootkraal Primary School“ hätten stundenlange Wege bis zur nächstgelegenen Schule in Kauf nehmen müssen.

Hilfe von Guido Westerwelle

Das Schicksal ihrer Partnerschule ließ die Siebtklässler der Ernst-Barlach-Realschule Rheda nicht ruhen. Sie baten den heimischen Bundestagsabgeordneten Klaus Brandner (SPD) um Hilfe. Der organisierte ein Treffen mit Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und seinem Amtsvorgänger Frank Walter Steinmeier (SPD). In Berlin übergaben die Realschüler aus Rheda den beiden Politikern nicht nur eine Unterschriftenliste, sondern verdeutlichten auch die Problematik der drohenden Schulschließung.

Einsatz zeigt Wirkung

Der Einsatz zeigte Wirkung. Das Aus für die „Grootkraal Primary School“ ist vom Tisch. Zum bevorstehenden Festakt anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Schule hat sich der deutsche Generalkonsul angekündigt. Zudem erhält die Bildungseinrichtung eine neue Sportausstattung, die mit Geldern aus Deutschland finanziert wird. „Meine Schüler freuen sich, dass sich ihr Einsatz für die südafrikanischen Freunde gelohnt hat“, sagt Jutta Maas, Klassenlehrerin der 7a.

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