Patentrezepte für glückliche Beziehungen
Bild: Sudbrock
Liebesbeweis: Zum Valentinstag hat Annemarie Ebertowski ihrem Ehemann gestern Morgen heimlich eine süße Überraschung aus Schokolade in die Bürotasche gesteckt. Sie selbst erhielt beim „Glocke“-Redaktionsmobil in der Rhedaer Innenstadt einen kleinen Blumengruß. Anlässlich des weltweiten Ehrentags aller Liebenden fragte das Reporterteam Passanten nach dem Patentrezept für eine glückliche Beziehung.
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Vor dem Rhedaer Rathaus begibt sich die Lokalredaktion am Donnerstagvormittag auf die Suche nach dem Patentrezept für eine gute Beziehung. Dabei darf es auch um Zuneigung im Allgemeinen gehen: Wer ist einem in jüngster Vergangenheit ans Herz gewachsen und warum?

Ohne Klassiker geht es nicht

Anlass für die Aktion mit dem „Glocke“-Redaktionsmobil ist der weltweite Valentinstag. Deswegen müssen ein paar der gängigen Klassiker schon sein: Rote Rosen und kleine Überraschungen aus Schokolade verteilt das Team der führenden Heimatzeitung als Aufmerksamkeit an alle, die sich ein paar Minuten Zeit für die Beantwortung der Fragen nehmen.

Dass es nicht immer kostspielige Geschenke sein müssen, um sich gegenseitige Zuneigung zu beweisen, betont Sigrid Frank. Die Rhedaerin ist seit 42 Jahren verheiratet und weiß: „Oft sind es gerade die kleinen Aufmerksamkeiten und Gesten im Alltag, die das Band der Liebe festigen.“

„Nur so kann es klappen“

Gerhard Sanker aus Rheda hat mit seiner Frau vor Kurzem Goldhochzeit gefeiert. Wie man es schafft, solange zusammen zu bleiben? „Indem man miteinander redet und nicht gleich bei der ersten Schwierigkeit die Segel streicht“, lautet sein Tipp.

Manfred Hegel, ebenfalls aus Rheda, hält einen weiteren Ratschlag parat: „Man muss sich von der ersten Sekunde an darüber im Klaren sein, dass der Partner nicht das persönliche Eigentum ist.“ Der Schlüssel für eine funktionierende Beziehung liegt für Hegel, der seit 59 Jahren verheiratet ist, in gegenseitiger Akzeptanz und Anerkennung. „Nur so kann es auf Dauer klappen.“

Liebe auf den ersten Blick

Rosemarie und Herbert Brauner haben sich vor mehr als einem halben Jahrhundert in Köln auf einer Karnevalsfeier kennengelernt. Er trug einen roten Hut, sie war als Japanerin verkleidet. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, erinnern sich die Zwei am Donnerstag vor dem „Glocke“-Mobil. Das Paar, das seit vielen Jahren in der alten Fürstenstadt wohnt, hat – wie die meisten der Befragten – ein einfaches Rezept zum Glücklichsein: „Sich Freiräume lassen und vor allem viel miteinander reden.“

Geheiratet am 23. April

Aberglaube oder Zufall: Es scheint, als wäre der 23. April ein ideales Datum zum Heiraten. Ina Schreiner und ihre Schwester haben ihren Partnern an diesem Termin das Jawort gegeben. Weil es bei Mutter und Tante so gut funktioniert hat – die Ehen halten schon 20 beziehungsweise 30 Jahre –, hat sich auch die nächste Generation an dem Datum orientiert: Ina Schreiners Nichte ist am 23. April vergangenen Jahres vor den Traualtar getreten.

Bewegendes Schicksal

Nicht alle Passanten, die am Donnerstag dem Reporterteam ihre persönliche Valentinstagsgeschichte erzählen, wollen ihre Namen verraten. Da ist zum Beispiel die nette Radfahrerin, die ihre Liebe fürs Leben bei einer Autopanne gefunden hat. Nachdenklich stimmt das Schicksal einer älteren Frau, deren Ehepartner erst vor wenigen Tagen an den Folgen einer Herzoperation gestorben ist. „Meine Familie gibt mir Kraft“, sagt sie.

Mettenborg zurück aus Afrika

Frisch zurück aus Afrika stattet auch Bürgermeister Theo Mettenborg dem „Glocke“-Mobil einen Besuch ab. Tief bewegt von den Eindrücken während der zwölftägigen Togo-Reise sagt er: „Die Offenheit und Unvoreingenommenheit der Menschen dort hat mein Herz berührt. Überall wurde unsere Delegation freundlich empfangen.“ Die Emsstadt und das westafrikanische Land verbindet seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft – Valentinstag international, könnte man sagen.

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