Piusgemeinde investiert in die Zukunft
Die Pfarrkirche St. Pius Wiedenbrück wird von innen saniert.

„Wir fragen uns zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre, ob sich so eine hohe Investition in Zeiten allgemein rückläufiger Gottesdienstbesucher überhaupt lohnt“, erklärte Pfarrdechant Meinolf Mika. Doch genauso wie zuvor bei der Renovierung der Pfarrkirche St. Aegidius und der Marienkirche sei ein entschiedenes „Ja“ die Antwort gewesen. „St. Pius ist eine lebendige Gemeinde mit einem hohen Maß an ehrenamtlichen Engagement“, unterstrich Pastoralverbundsleiter Meinolf Mika.

„Erhebliche Ausfallerscheinungen“

Nach mehr als 50 Jahren ohne größere Sanierungsmaßnahmen weise der Gebäudekomplex aus Kirche und Gemeindehaus zum Teil „erhebliche Ausfallerscheinungen“ auf, sagte Mika. An einer umfassenden Renovierung führe daher kein Weg vorbei.

Drei Bauabschnitte

Das Bauvorhaben soll in drei Schritten umgesetzt werden und zeitnah beginnen, erläuterte Georg Effertz vom Bauausschuss der Gemeinde. In einer ersten Stufe sollen die sanitären Anlagen im Piushaus erneuert und behindertengerecht ausgebaut werden. Danach startet die energetische Ertüchtigung des Gebäudes. „Die gesamte Außenfassade wird neu gedämmt und verputzt“, erklärte Effertz. Treppenaufgänge und Fensterfronten sollen farblich abgesetzt werden, um dem Piushaus ein moderneres Erscheinungsbild zu geben.

Piussaal erhält neue Dämmung

Ein besonderes Augenmerk habe man bei den Planungen auf den Piussaal gelegt. Wärmedämmung und Akustikdecke müssten dringend erneuert werden, damit einher gehe die Installation einer Be- und Entlüftungsanlage, die insbesondere bei lärmintensiveren Großveranstaltungen im Saal zum Einsatz komme.

Warme Luft im Gotteshaus

In der Kirche soll die Heizungsanlage auf den neuesten Stand gebracht werden. Bislang wird nur im Bereich des Altars warme Luft in das Gotteshaus geblasen. Gläubige, die im Bereich des Haupteingangs die Messe verfolgen, müssen wintertags frieren. Durch eine zweite Heizstation solle Abhilfe geschaffen werden. Um die notwendigen Rohre zu verlegen, müsse der Mittelgang vorübergehend aufgerissen werden, sagte Effertz. Der Holzboden im Bereich der Bänke werde ausgebessert, die Statik der Chorempore optimiert. Die zugigen Fenster sollen gedämmt und Wände und Decke gestrichen werden.

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