Planungen für das neue Kindergartenjahr
Bild: dpa
Die Angebotsstrukturen für die 23 Kindertageseinrichtungen in Rheda-Wiedenbrück sind für das Kindergartenjahr 2015/2016 im Jugendhilfeausschuss vorgestellt und beschlossen worden.  
Bild: dpa

Im Jugendhilfeausschuss stellte Ruth Lohmeier am Montag die Angebotsstrukturen für die 23 Kindertageseinrichtungen vor. Wie sie betonte, seien diese einvernehmlich mit den Trägern erarbeitet worden. Der Ausschuss hat den Planungen am Montag zugestimmt. Die Betreuungsquote bei Über-Dreijährigen wird den gegenwärtigen Prognosen zufolge für das neue Kindergartenjahr 98,7 Prozent betragen (zurzeit 99,1 Prozent). Für Rheda wird die Betreuungsquote bei 104 Prozent liegen, für Wiedenbrück bei 94,3 Prozent. In den Kindertageseinrichtungen stehen für diese Altersgruppe insgesamt 1188 Plätze zur Verfügung. Für den Nachwuchs unter drei Jahren sind in den Kindertageseinrichtungen 262 Plätze (28 Prozent Betreuungsquote) und 143 in der Kindertagespflege eingeplant. Mit diesen insgesamt 405 Plätzen kann für 937 Jungen und Mädchen eine 43,2-prozentige Betreuungsquote erreicht werden. Wie erwartet sei die Nachfrage nach U3-Plätzen gestiegen, blickte Lohmeier zurück. Dieser Betreuungsbedarf könne im gegenwärtigen Kindergartenjahr 2014/15 auch erfüllt werden.

Neue Beitragssätze

 Wie die Fachfrau informierte, werde zunehmend die 45-Wochenstunden-Betreuung gewünscht. Sie macht 53 Prozent aller Plätze im Kindergartenjahr 2015/2016 aus, gefolgt von den Angeboten für 35 Wochenstunden (37 Prozent) und den 25 Wochenstunden (zehn Prozent). Nach der Möglichkeit größerer Flexibilität gefragt, verwies sie darauf, dass es zusätzlich zur geteilten Öffnungszeit vormittags und nachmittags mittlerweile die Blocköffnungszeit gebe. „Unsere Ansatzmöglichkeiten sind begrenzt“, erklärte sie mit Blick auf die Finanzausstattung. Ausschussvorsitzender Dirk Kursim (SPD) mahnte an, dass auch die Firmen in der Pflicht stünden, ihre Arbeitszeiten flexibler und familienfreundlicher zu gestalten. Mit dem neuen Kindergartenjahr werden ab dem 1. August auch die neuen Elternbeitragssatzungen gelten, die der Rat im Dezember beschlossen hat. Ob dies Einfluss auf das Anmeldeverhalten hat, bleibt abzuwarten. Jugendamtsleiterin Reinhild Birkenhake jedenfalls wusste von etlichen Eltern zu berichten, die sich bei ihr beschwert hätten, dass Besserverdienende überproportional belastet würden.

SOCIAL BOOKMARKS