Polizei-Einsatz an Tönnies-Wohnhaus
Clemens Tönnies wird seit dem Coronavirus-Ausbruch in seinem Unternehmen persönlich massiv bedroht.

Konzernsprecher Dr. André Vielstädte bestätigte den Vorfall und sprach in diesem Zusammenhang von einer „rechtswidrigen und aus unserer Sicht äußerst abstoßenden Aktion“.

Auto von Unternehmer blockiert

Drei Mitglieder eines Kamerateams hätten Tönnies aufgelauert und ihn bis zu seinem Wohnhaus in Rheda verfolgt. „Dabei drangen sie mit ihrem Fahrzeug auch auf sein Privatgrundstück ein und blockierten zeitweise seinen Wagen“, erklärte Vielstädte. Währenddessen hätten die Kameraleute unablässig aus ihrem Auto heraus gefilmt. Ob sie tatsächlich im Auftrag eines Fernsehsenders vor Ort waren, blieb zunächst unklar.

Tönnies erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Nötigung. Firmensprecher Vielstädte kritisierte das Verhalten des Kamerateams: „Mit Journalismus hat dieses Vorgehen nichts zu tun. Hier werden Grenzen mit mehr als fragwürdigen Methoden überschritten.“

Morddrohungen gegen Konzernchef

Seit dem Corona-Ausbruch im Stammsitz seines Unternehmens sieht sich Clemens Tönnies vermehrt Anfeindungen ausgesetzt. Diese reichen bis hin zu Morddrohungen, wie der Konzern bestätigte. Vielstädte: „Wir stehen in engem Kontakt mit Polizei und Ordnungsbehörden, die aufgrund der Morddrohungen die Gefährdungsbeurteilung verschärft haben.“

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