Porzellangeschäft im Fachwerk schließt
Bild: Werneke
Endgültig eingepackt wird erst im kommenden Jahr: Dann wird das Geschäft Masmeier mit dem Schwerpunkt auf Porzellan, Glas und Geschenkartikeln am Standort in Wiedenbrück die Pforten schließen. Das Bild zeigt Maik Masmeier und Beate Schulte.
Bild: Werneke

Im kommenden Januar soll Porzellan- Masmeier geschlossen werden, informierte Maik Masmeier im Gespräch mit der „Glocke“. Damit werden die angemieteten Räumlichkeiten für neue Interessenten frei. In dem als Haus Meierkord vielen Bürgern bekannten Gebäude schräg gegenüber der Gastwirtschaft „Fuchshöhle“ hat der Familienbetrieb mit Hauptsitz in Verl-Bornholte im April 2005 ein Geschäft für Porzellan, Glas und Geschenkartikel eröffnet, blickte der 36-jährige Sohn der Unternehmensgründer zurück. Das vor 31 Jahren in Verl eröffnete Hauptgeschäft bleibe nach wie vor bestehen, ebenso der in Verl-Kaunitz betriebene Großhandel für Wiederverkäufer, allein das Wiedenbrücker Geschäft werde seine Pforten schließen. Da die Eltern –Monika und Günter Masmeier – mehr als 60 Jahre alt seien, könnten sein Bruder und er die Aufgabenfülle nicht mehr bewältigen und müssten diese reduzieren, erläuterte Maik Masmeier die Hintergründe für die Veränderung. Zum Wiedenbrücker Geschäft erklärte er: „Mit Mitarbeitern allein würde sich das finanziell nicht tragen.“ Bisher gab es dort zwei halbe Stellen, und sein Vater und er selbst hätten im Haus an der Kirchstraße 9 in regelmäßigem Wechsel mitgearbeitet. Die zwei jetzigen Beschäftigten könnten in Verl tätig werden, doch noch sei nichts entschieden.

Von der Pfanne bis zum Geschirr

Eine von ihnen ist Beate Schulte. Sie war zuvor in Wiedenbrück bei Schmalhorst tätig – das Gebäude, in dem heute Seiling ist – und erlebt nun zum zweiten Mal hautnah mit, dass in Wiedenbrücks Innenstadt ein Porzellangeschäft seine Pforten schließt. Vom Kaffeelöffel über Pfanne und Grußkarte bis zum Geschirr renommierter Porzellanhersteller reicht das Sortiment, das auf 145 Quadratmetern Ladenfläche und in einem 40 Quadratmeter großen Lager seinen Platz findet. Bereits ab sofort gibt es reduzierte Ware. Gern sei er in Wiedenbrück tätig gewesen, resümiert der 36-jährige Groß- und Einzelhandelskaufmann. Er erinnert sich nicht nur an das Sommerloch, sondern an die vorweihnachtliche Zeit und den Christkindlmarkt, die sogar Kundschaft aus dem Ruhrgebiet und Sauerland gebracht hätten.

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