Protest vor Haus von Clemens Tönnies
Foto: Rollié
Erneut haben Aktivisten vor dem Privathaus von Clemens Tönnies in Rheda demonstriert.
Foto: Rollié

Für etwa 20 Minuten blockierten die in weißen Schutzanzügen gekleideten Gruppenmitglieder unter anderem mit rot-weißen Absperrbändern die Zufahrt zum Wohnhaus von Clemens Tönnies am Rand des Rhedaer Forsts. Einsatzkräfte der Polizei lösten die Demonstration später auf.

Kritik an Wohn- und Arbeitsbedingungen

Mit ihrer Aktion wandten sich die Teilnehmer gegen die aus ihrer Sicht nach wie vor nicht zufriedenstellenden Wohn- und Arbeitsbedingungen der osteuropäischen Werkvertragsarbeiter. „Während bei Tönnies die Produktion nicht schnell genug wieder hochgefahren werden konnte, versagen der Konzern und seine Subunternehmer weiterhin beim Schutz der Arbeiter“, erklärt Jonas Thalberg. „An den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen hat sich nach dem ersten Corona-Ausbruch nichts geändert.“

Vor diesem Hintergrund sei es keine Überraschung, dass es in der vergangenen Woche zu mindestens drei Neuinfektionen bei Tönnies in Rheda gekommen sei, sagt der Pressesprecher der Kampagne.

Bundesweites Aktionsbündnis

„Shut down Schweinesystem“ ist ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Aktivisten, die auf die ihrer Auffassung nach unhaltbaren Zustände in der Fleischindustrie aufmerksam machen wollen.

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