Putz bröckelt in Schule von der Decke
Bild: Nienaber
In einigen Klassenräumen der Andreasschule an der Schafstallstraße in Rheda bröckelt die Decke. Der zuständige Grundstücks- und Gebäudeausschuss der Stadt hat beschlossen, die betroffenen Gebäudeteile für 260 000 Euro sanieren zu lassen.
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 Die Stadt will die betroffenen Gebäudeteile nun sanieren lassen. Akute Gefahr für die Sicherheit der Erst- bis Viertklässler besteht nach Auskunft von Stadtpressesprecher Martin Pollklas aber nicht. Bei dem von der Decke fallenden Material handele es sich nur um kleine Teile der schalldämmenden äußeren Deckenschicht, die aufgrund zahlreicher herstellungsbedingter Lufteinschlüsse nur eine geringe Dichte aufweise. Der dichtere und deutlich schwerere Baugips sei für die Deckenteile seinerzeit bei der Errichtung der Bildungseinrichtung an der Schafstallstraße nicht verwendet worden. Der von der Stadt beauftragte Gutachter ist zu dem Schluss gekommen, dass die Deckenschäden durch den „von vornherein nur schwachen Haftverbund zwischen Putz und Betonuntergrund“ herrühren – ein Fehler also, der schon beim Bau des Schulkomplexes begangen wurde. Die Folgen kommen im wahrsten Wortsinn Stück für Stück zum Vorschein: Drei Klassenzimmer sind nach Auskunft der Stadtverwaltung besonders stark vom herabfallenden Deckenputz betroffen. Der Sachverständige geht davon aus, dass es in absehbarer Zeit auch in anderen Räumen der Schule zu ähnlichen Ablösungen kommt, sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Sanierungsstart in den Sommerferien

 Das will die Stadt verhindern. Der zuständige Grundstücks- und Gebäudeausschuss beschäftigte sich deshalb während seiner jüngsten Sitzung mit der Deckensanierung. An der Notwendigkeit der 260 000 Euro teuren Maßnahme hatten die Politiker keine Zweifel. „Das muss gemacht werden, daran führt kein Weg vorbei“, sagte Ausschussvorsitzende Elisabeth Witte (CDU). Für die Sanierung von insgesamt zehn Klassenräumen, die über die poröse Putzdecke verfügen, sowie die angrenzenden Flurbereiche hat die Stadtverwaltung eine Prioritätenliste erstellt. In den Sommerferien sollen zunächst vier Unterrichtsräume in Angriff genommen werden. Die weiteren Arbeiten erfolgen im Anschluss während des laufenden Schulbetriebs. Die betroffenen Klassenzimmer und Flure erhalten so genannte Hängedecken mit integrierten Beleuchtungselementen. Zuvor wird die brüchige Putzschicht entfernt. In einigen Räumen ist dies sogar bereits geschehen. Um bis zur endgültigen Instandsetzung jede Verletzungsgefahr für die Schüler auszuschließen, werden vorsorglich engmaschige Deckennetze in denjenigen Räumen gespannt, die noch nicht saniert worden sind.

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