Raus in den Wald, ran an den Herd!
Im Piushaus sind vier Räume ausschließlich für die Jugendarbeit der Pfarrgemeinde reserviert: Der offene Treff im Keller (Bild), der Werkraum, das Fernsehzimmer mit riesigem Flachbildschirm und der Werkraum. Aber auch die übrigen Bereiche des frisch renovierten Gemeindezentrums können genutzt werden, sagen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Maike Windhövel (l.) und Elke Zimmermeyer.

Der wöchentliche Kursus zählt mittlerweile zu den beliebtesten Angeboten des Jugendhauses am Südring. „Wenn wir kochen oder backen, ist die Küche stets gerammelt voll“, freuen sich die beiden hauptamtlichen Treff-Mitarbeiterinnen Elke Zimmermeyer (39) und Maike Windhövel (27). Vom weit verbreiteten Trend, zu Fertigprodukten zu greifen anstatt selbst den Kochlöffel in die Hand zu nehmen, sei beim Nachwuchs wenig zu spüren. Maike Windhövel führt das auf das gemeinschaftliche Erlebnis beim Zubereiten von Mahlzeiten zurück. „Bei uns kochen die Kinder und wir stehen daneben“, erläutert sie das Konzept, das bei den Jungen und Mädchen so gut ankommt. Nach dem gemeinsamen Essen ist noch lange nicht Schluss: Dann müssen in der Küche des Piushauses sämtliche Spuren beseitigt werden – aber auch das mache in der Gruppe viel mehr Spaß als auf Befehl der Mutter zu Hause.

Raus in den Wald geht es ab 22. September an insgesamt vier Samstagen. Mit dem neuen Angebot wollen Maike Windhövel und Elke Zimmermeyer bei den Kindern und Jugendlichen die Liebe zur Natur wecken. Draußen zu spielen, das sei in Zeiten von Videospielen und Internet fast etwas Exotisches – und das wollen die beiden Jugendhaus-Mitarbeiterinnen ändern. „Wir wollen den Jungen und Mädchen zeigen, dass man im Wald viel erleben kann“, sagt Maike Windhövel.

Für jeweils drei Stunden macht sie sich am 22. September, 27. Oktober, 17. November und 15. Dezember mit den Teilnehmern auf ins Stadtholz – „und zwar bei jedem Wetter“, wie sie betont. Hütten zu bauen, verschlungene Pfade zu erkunden oder einfach nur zu erleben, wie sich der Wald im Jahresverlauf verändert, sei das Ziel.

Durch neue Angebote und geänderte Öffnungszeiten will das Jugendhaus St. Pius Kinder und Heranwachsende auch in Zeiten des Nachmittagsunterrichts erreichen. „Die Terminplanung ist schwieriger geworden“, sagt Elke Zimmermeyer. „Vor 16 Uhr können wir kaum noch Aktionen anbieten, weil die meisten Kinder dann erst aus der Schule kommen.“ Mit der Verlagerung der Angebote in die späten Nachmittags- und frühen Abendstunden wolle man dieser Entwicklung entgegenwirken.

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