Realschule hofft auf Ausnahmegenehmigung
Fünf Eingangsklassen wird es an der Osterrath-Realschule Wiedenbrück nach den Sommerferien wahrscheinlich nicht geben. Die Stadtverwaltung hat sich dagegen ausgesprochen.

Die Stadtverwaltung empfiehlt den Mitgliedern des Schulausschusses, den Antrag von ORS-Leiter Olaf Diekwisch abzulehnen.

Sondersitzung des Fachausschusses

Das Gremium entscheidet am Montag, 8. April, im Rahmen einer eigens einberufenen Sondersitzung über die Bitte der Realschule. Damit wollen Politik und Kommune „schnellstmöglich Planungssicherheit für die an der ORS angemeldeten Kinder und ihre Eltern schaffen“, wie es in der Verwaltungsvorlage für die Sitzung heißt.

Das Problem: Das Interesse der aktuellen Viertklässler an der ORS ist größer als die Aufnahmekapazitäten der Bildungseinrichtung am Burgweg. Maximal 120 Jungen und Mädchen – also 30 pro Eingangsklasse – kann die Wiedenbrücker Realschule in der kommenden Jahrgangsstufe fünf unterrichten. Grund dafür ist die im 2012 vom Rat besiegelte durchgängige Vierzügigkeit der Schule.

Schulleiter befürchtet Absagen

Aktuell liegen aber 132 Anmeldungen für die ORS vor. Das hat zur Folge, dass Leiter Olaf Diekwisch im schlimmsten Fall zwölf Kindern wegen Platzmangels eine Absage erteilen muss. Weil er das aber nicht will, hat er sich mit dem Wunsch nach einer einmaligen Ausnahmegenehmigung an die Schulträgerin – also die Stadt Rheda-Wiedenbrück – gewandt.

Im Rathaus sieht man das Ansinnen offenbar kritisch. Schuldezernent Dr. Georg Robra empfiehlt den Ausschussmitgliedern, der Bitte der ORS nicht nachzukommen. Er verweist darauf, dass bereits im März 2016 ein gleichlautender Antrag der Schule von dem Gremium abschlägig beschieden worden sei.

Freie Plätze in anderen Einrichtungen

Dr. Robra begründet seine Empfehlung mit der Tatsache, dass an den übrigen weiterführenden Schulen im Stadtgebiet noch ausreichend Aufnahmekapazitäten für das kommende Unterrichtsjahr vorhanden seien. Wie berichtet, gibt es vor allem bei der Gesamtschule reichlich Luft nach oben. Dort blieben die Anmeldezahlen für die fünften Klassen bislang deutlich unter den Erwartungen zurück.

Bezirksregierung zeigt sich kritisch

Zudem betont Dr. Robra, dass die Bezirksregierung Detmold als Aufsichtsbehörde der temporären Aufstockung der Zügigkeit an der Osterrath-Realschule bereits beim ersten Vorstoß 2016 kritisch gegenüberstand.

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