Reethus-Ersatzbau spätestens 2019
Bild: Sudbrock
Nahversorgung: Kaffee, belegte Brötchen und Kaltgetränke müssen sich Parkbesucher, die im Bereich des Seilzirkus’ einige unbeschwerte Stunden verleben möchten, bislang selbst mitbringen. Die Flora-Westfalica-GmbH plant den Neubau eines Gastronomiestützpunkts, wie Klaus Geppert (bei der Flora für den Park verantwortlich), Kerstin Bruchmann-Schön (Öffentlichkeitsarbeit der Flora), Aufsichtsratschef Uwe Henkenjohann und Geschäftsführer Ralf Hammacher (v. l.) am Dienstag erläuterten.
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Damit der straffe Zeitplan eingehalten werden könne, müssten spätestens nach der politischen Sommerpause die erforderlichen Beschlüsse vom Stadtrat gefasst werden. Henkenjohann rechnet mit einer dreijährigen Bauzeit für die neue Bürgerhalle. Standortfrage und grobe Umrisse des an der Hauptstraße neben dem ehemaligen Gasthof Klein geplanten Komplexes seien bereits festgezurrt. Nun gelte es, die Halle mit Leben zu füllen, erklärte Ralf Hammacher, Geschäftsführer der Flora-Westfalica-GmbH.

Ein Raumkonzept für den Reethus-Ersatzbau werde zurzeit erstellt. Bereits Ende Mai soll es vorliegen. Raumaufteilung, Besucherströme und Anlieferungswege: Etliche Details seien bis dahin zu klären, sagte Hammacher. Ziel sei es, die logistischen Voraussetzungen für einen „geschmeidigen Ablauf selbst von zwei parallel stattfindenden Veranstaltungen zu schaffen“, erklärte der Flora-Chef. Eine weitere Herausforderung sei das angestrebte Höchstmaß an Flexibilität: Die Bürgerhalle solle für möglichst viele Veranstaltungsformen nutzbar sein – von Konzerten über Karnevalssitzungen bis hin zu Familienfeiern. Hammacher: „Diese Überlegungen müssen wir bei der Ausarbeitung des Raumkonzepts in die Waagschale werfen.“

4,6 Millionen Euro angespart

Weitgehend sichergestellt ist nach Einschätzung Uwe Henkenjohanns die Finanzierung. „Bis 2019 wollen wir 8,6 Millionen Euro für das Projekt auf dem Konto haben“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende. 4,6 Millionen Euro habe die Stadt bereits angespart, jährlich soll eine weitere Million dazukommen. Bei prognostizierten Gesamtkosten von zwölf Millionen Euro – davon entfallen acht Millionen auf die Halle und jeweils zwei Millionen auf den Lärmschutz und die Gestaltung der Außenanlagen – klaffe unterm Strich eine Deckungslücke von 3,4 Millionen Euro. Doch Henkenjohann ist zuversichtlich, dass das fehlende Geld aufgetrieben werden kann. „Darüber muss sich der Stadtrat nach den Sommerferien Gedanken machen.“

Eine Möglichkeit sei die Akquise von Spenden durch einen noch zu gründenden Verein mit dem Arbeitstitel „Pro Bürgerhalle“. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen seien aufgerufen, den Stadthallen-Neubau finanziell zu unterstützen.

Gastronomie am Seilzirkus

Verpflegung müssen sich Parkbesucher, die rund um die Mittelhegge unterwegs sind, zurzeit noch selbst mitbringen. Denn einen Gastronomiestützpunkt gibt es in dem gerade an Wochenenden stark frequentierten Geländeabschnitt bislang nicht. Das Seecafé am Wiedenbrücker Emssee ist fußläufig vergleichsweise weit entfernt, in der Spielerei am Aquatunnel neben der Autobahn existiert immerhin ein Kiosk. Ein neues kulinarisches Angebot plant die Flora-Westfalica-GmbH nach Auskunft ihres Aufsichtsratsvorsitzenden Uwe Henkenjohann auf dem Areal zwischen Seilzirkus und Reethus. Ein Konzept dafür sei gerade erstellt worden.

Henkenjohann geht davon aus, dass der Aufsichtsrat in seiner übernächsten Sitzung Mitte Juni erste konkrete Beschlüsse fasst. Klar sei aber schon jetzt, dass es ohne einen Neubau nicht gehen werde. Flora-Westfalica-Geschäftsführer Ralf Hammacher betont, dass man an der Mittelhegge ein Gastronomiekonzept verfolge, das zum Standort und zum Publikum – überwiegend Familien mit Kindern – passe. Im Raumkonzept für den Neubau seien auch geräumige Toiletten und ein Wickelraum vorgesehen.

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