Repair Café eröffnet im Juni
Bild: Daub
Bald ist Premiere: Das neue Repair Café Wiedenbrück öffnet am Samstag 14. Juni, seine Pforten. Dieses engagierte Team erwartet an dem Tag zwischen 14 und 17 Uhr die Besucher. In der Werkstatt der Heidbrinkschule an der Heidbrinkstraße 21 dreht sich alles ums Reparieren.
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Das Prinzip ist einfach: Handwerklich erfahrene Ältere, wie etwa Erhard Stork und Heinrich Fischbeck, die nicht nur einen kaputten Stuhl reparieren, sondern auch im Umgang mit Metallgegenständen erfahren sind, treffen auf handwerklich Unerfahrene, oder sogar auf den „Laien mit den zwei linken Händen“. Der soll seinen defekten Toaster unter Anleitung wieder flottmachen, indem er lernt, wie man mit Schraubenzieher und Co. umgeht. Eine wunderbare Sache? „Ja“, versichert Henrike Groten, Sprecherin des Bürgerforums „ Lokale Agenda 21“, das für die Organisation und Anschubfinanzierung des Wiedenbrücker Repair Cafés verantwortlich zeichnet. „Denn wir sind alle Gleichgesinnte.“ Nicht Eitelkeit vereine die ehrenamtlich tätigen Kenner der Materie – rund 25 haben sich schon gemeldet, weitere sind willkommen, – sondern das Bewusstsein, „dass wir unsere Gesellschaft zur Nachhaltigkeit anregen.“ Also: Reparieren statt wegwerfen prägt ihre Einstellung. Es handelt sich um Elektriker, Schneiderinnen, PC-Experten und Heimwerker. Steffen Freund etwa ist Elektroingenieur. Er kümmert sich um Computerprobleme und sagt: „Wenn der Lautstärkeregler an der Stereoanlage kratzt, lässt sich das beheben. Man muss nur wissen, wie. Ich gebe mein Wissen gern weiter. Bei PC-Geräten sind häufig entweder der Stecker oder ein Kabel locker.“

Möglichst Ersatzteile mitbringen

In der Schulwerkstatt nutzen die Experten vorhandene Werkzeuge und Materialien – „aber Ersatzteile sollten, wenn möglich, mitgebracht werden“, wendet sich Katja Schröder, Sprachdozentin von Beruf, aktiv im Repair-Café-Vorbereitungsteam, an jene Besucher, die am 14. Juni ohne Schwellenangst in die Heidbrinkschule kommen sollen. Tischlerin Anke Kupa und Tischler Hubert Kohnert versichern: „Wir zwingen niemanden, mitzumachen. Einfach reingucken, neugierig sein. Und alles ohne Anmeldung.“ Ein Tipp für interessierte Mitbürger: Sie sollten nur solche Geräte mitbringen, die sie auch in der Hand tragen können. Das Repair Café wäre wohl überlastet, wenn jemand mit dem Bollerwagen seinen Kühlschrank anschleppt. Nach dem Auftakt am Samstag, 14. Juni, soll das besondere Café jeden zweiten Samstag im Monat interessierten Bürgern zur Verfügung stehen. Noch werden Reparaturfreunde gesucht, die als Experten mitmachen möchten

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