Repkes Hauptwerk hängt im Museum
Das Repke-Gemälde „Das letzte Abendmahl“ ghängt bis Ostern als Leihgabe im Museum „Wiedenbrücker Schule Museum“: (v. l.) Enkelsohn Willi Repke, Heimatvereinsvorsitzender Manfred Schumacher und Gerd Wonnemann.

Das Gemälde, 2,80 Meter breit und 1,80 Meter hoch,  ist das Hauptwerk des 1877 in Werne an der Lippe geborenen und 1962 in Wiedenbrück verstorbenen Kunstmalers Heinrich Repke.  Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Für viele Wiedenbrücker ist jetzt die erste Gelegenheit, das berühmte Gemälde zu sehen. 

Heinrich Repke kam 1891 nach Wiedenbrück, erhielt bei Kirchenmaler Georg Goldkuhle eine Ausbildung, studierte in Düsseldorf, machte sich 1907 in Wiedenbrück im eigenen Atelier selbstständig und hatte Erfolg. Sein Talent und seine Liebe zur Kunst vererbte er seinem Sohn, Kunstmaler Willi Repke senior (1911 bis 2009) und seinem Enkel, dem jetzt 56 Jahre alten Glaskünstler Willi Repke junior.

Zahlreiche Kirchen in ganz Deutschland, in Nachbarländern, sogar in Nordamerika und in Brasilien erhielten durch Gemälde Heinrich Repkes ihr fromme Ausprägung. In seinem Atelier mit 20 Mitarbeitern schuf er ferner zahlreiche Kreuzwege und Altäre. Zeitlebens galt seine Liebe der Schaffung religiöser Bilder.

Freunde als Apostel

Das Bild „Das letzte Abendmahl“, im Besitz der Familie Repke, entstand im Jahr 1937. Es ist von tiefer Religiösität geprägt und ganz im Stil alter Meister gehalten. Der Maler hat diesem Werk lokalen Bezug gegeben. Er bat Freunde, Bekannte und sogar seinen betagten Vater, der aus Werne anreiste, sich in dem Bild von ihm am Abendmahltisch als Apostel porträtieren zu. Die Namen der Porträtierten auf dem Bild sind (sitzend, v. l.): Heinrich Oelker (Andreas), Leonhard Fehrmann (Matthäus), Vater Bernhard Repke (Philippus), Josef Hanhardt (Johannes), Peter Höner (Petrus), Heinrich Repke (Rückenansicht) und Grochtdreis (Simon) und Judas Iskariot (den bürgerlichen Namen dieses Modells hielt der Künstler geheim). Stehend, v. l.: Heinrich Bohle (Jacobus der Jüngere), Karl Miele (Batholomäus), H. Pöppelbaum (Jacobus der Ältere), Karl Schwarze (Judas Thaddäus). Das Bild des Christus in der Mitte ist eine Fantasieschöpfung des Meisters.

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