Rhedaer Kriminacht wegen Corona entzerrt
Foto: von Stockum
Laden ein zum einwöchigen Rätselraten: Bernhard Ackfeld, Simone Hördel, Geschäftsführerin der Initiative Rheda, Sonja Westermann und Andrea Sandknop (v. l.) stellten am Montag in der Buchhandlung Lesart das Konzept zur Krimiwoche vor.
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Nun, da das Coronavirus die Welt in Atem hält, werden die Akteure wohl kaum an den Erfolg von 2019 anknüpfen können. Eine Absage kommt für die Macher dennoch nicht infrage. Aus der Kriminacht wird stattdessen eine ganze Krimiwoche. Sie läuft vom 1. bis zum 8. November. In Zeiten, in denen die Menschen dazu angehalten sind, auf Abstand zueinander zu gehen, würde eine publikumsträchtige Veranstaltung nicht ins Bild passen, meinen die Verantwortlichen. Also entzerren sie das Format kurzerhand und setzen es überdies an die frische Luft. „So ist es sicherer für alle“, meint die Geschäftsführerin der Initiative Rheda, Simone Hördel.

Hinweise im Schaufenster

Die Veranstaltung basiert auf drei Bausteinen, wobei das Krimiquiz die tragendste Rolle spielt. Das Projektteam wird dazu die Schaufenster von 18 teilnehmenden Einzelhändlern und Dienstleistern mit kniffligen Fragen verknüpfen. Kunden können kaum verfehlen, welche Auslage zum Spiel gehört – eine grüne Beleuchtung dürfte Hinweis genug sein. Zu gewinnen gibt es zwei Eintrittskarten für das Konzert von Milow, das Ende nächsten Jahres in der Stadthalle stattfinden soll.

Wer sich an dem Preisrätsel beteiligen möchte, erhält ab dem 31. Oktober den Spielcoupon in den beteiligten Geschäften. Er ist mit den 18 Antworten, dem Lösungswort und persönlichen Angaben zu versehen und kann in der Buchhandlung Lesart (Neuer Wall) bis zum 8. November abgegeben werden. Aus allen Teilnahmescheinen mit dem korrekten Lösungswort – es ist ein Zahlencode – wird Mitte November der Gewinner ausgelost.

Einkaufsspaß bis 21 Uhr

Zweiter Baustein ist während der Krimiwoche die Verlosung von Shoppinggutscheinen, die jeder Einzelhändler in Eigenregie vornimmt. Die Aktion dient gewissermaßen als Trostpflaster, können doch während des kollektiven Rätselratens aus hygienischen Gründen keine Häppchen und Getränke ausgegeben werden, wie es sonst üblicherweise der Fall war. Zuletzt mündet die Veranstaltung in Baustein Nummer drei – der Langen Nacht. Bis 21 Uhr haben Besucher der Innenstadt von Rheda am Freitag, 6. November, die Gelegenheit, zu bummeln und zu kaufen.

Adventskrämchen findet statt

Während der Gewerbeverein Wiedenbrück in der vergangenen Woche den Christkindlmarkt abgesagt hat, hält die Initiative Rheda an ihrem Adventskrämchen fest. Die Verantwortlichen haben ein Hygienekonzept erarbeitet, das den zuständigen Stellen im Rathaus mit einem Antrag auf Genehmigung übermittelt wurde. Nun warten die Akteure auf Antwort.

Der Termin steht bereits: 2. bis 6. Dezember. Vorgesehen ist, die Veranstaltung – so wie die Kriminacht auch – zu entzerren. Das üblicherweise aus etwa zwei Dutzend Hütten bestehende Budendorf im Schatten der evangelischen Stadtkirche würde, sofern die Verwaltung ihre Erlaubnis erteilt, auseinandergezogen und entlang der Berliner Straße angesiedelt. Auf eine Bühne möchten die Veranstalter verzichten, schließlich sind Gesangsdarbietungen vor Publikum im Augenblick nicht durchführbar. Stattdessen könnte es Musik vom Alleinunterhalter oder aus der Konserve geben.

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