Rot-Weiß St. Vit kickt bei Tönnies
Ausweichquartier: Rot-Weiß-Vorsitzender Gerd Siede freut sich, dass sein Verein in der Arena von Clemens Tönnies (r.) Fußball spielen darf.

Um 13 Uhr erfolgt dort der Anpfiff für die Partie der zweiten Mannschaft von RW St. Vit gegen VfB Schloss Holte. Ab 15 Uhr kickt die erste Garnitur gegen Westfalia Neuenkirchen. Der Eintritt ist frei.

Genügend Platz für das gesamte Dorf

Platz bietet das Werksstadion auf seinen Zuschauerrängen rein rechnerisch nicht nur für jeden St. Viter – jeder Dorfbewohner könnte sogar noch jemanden mitbringen. RW-Vorsitzender Gerd Siede ist für die Ausweichgelegenheit in die Tönnies-Arena dankbar.

Hintergrund

Der Sportverein Rot-Weiß St. Vit mit seinen 14 Mannschaften (von Minikickern bis zu Altherren und einer Fußballgruppe für Menschen mit Handicap) hat an die Stadt einen Antrag auf Bereitstellung von weiteren Mitteln in Höhe von 600.000 Euro für die Erstellung eines Kunstrasensportplatzes gestellt. Gleichzeitig verpflichtet sich der Verein zu erheblichen Eigenleistungen. Dazu gehören: vorbereitende Bodenarbeiten, der Aufbau von Stanketten und Zäunen, Pflasterarbeiten, die Mitarbeit beim Abbau der Flutlichtanlage in Rheda und beim Wiederaufbau am St. Viter Sportplatz, der Bau eines Parkplatzes und von Zuwegen sowie der spätere Bau eines neuen Sportheims. In der jüngsten Sitzung des Sozial- und Sportausschusses wurde darüber nicht beraten, weil die CDU-Fraktion ihre Haushaltsplanberatungen noch nicht abschließen konnte.

Bestehende gute Kontakte zu Stadionmanager Daniel Nottbrock hätten das kurzfristig ermöglicht. Die Notwendigkeit, sich um einen anderen Austragungsort für die Kreisligenspiele bemühen zu müssen, hat für Siede aber einmal mehr deutlich gemacht: „Wir brauchen den neuen Sportplatz auf der anderen Seite der Kleestraße ganz dringend.“

Standortfrage für neuen Sportplatz weitgehend geklärt

Im Gespräch mit der „Glocke“ zeigte sich der Chef des 530 Mitglieder zählenden Vereins zuversichtlich, dass im kommenden Jahr die Weichen für das neue Spielgelände endlich auf Durchfahrt gestellt werden. Für Januar sei eine Versammlung zur Bürgerbeteiligung anberaumt worden, auf der die aktuellen Sportplatzpläne vorgestellt und erläutert werden.

Von ihrer ursprünglichen Haltung, mit dem Sportplatz möglichst nah ans Dorf zu rücken, sei die Bezirksregierung inzwischen abgerückt. „Wer will schon einen Fußballplatz vor seiner Haustür?“, kann Gerd Siede Bedenken gegen zu große Ortsnähe nachvollziehen. Weiter weg vom Ort, aber nicht so weit wie der jetzige Standort, sei das künftige Sportfeld geplant. „So weit weg, wie es Detmold erlaubt“, geht Siede davon aus, dass es dagegen keine gravierenden Einwände mehr geben wird.

Flutlicht und Kunstrasen müssen sein

Ein Kunstrasenplatz mit Flutlicht soll am neuen Standort an der Kleestraße errichtet werden. Kunstrasen und Flutlicht, „damit auch im Winter trainiert und gespielt werden kann“. Das würde auch den – vor allem in den Wintermonaten – herrschenden Engpass in den städtischen Sporthallen mindern, stellt Siede fest. Denn in die Hallen drängen dann nicht zuletzt die Fußballer aus den Vereinen regelmäßig, wenn sie auf offenem Naturfeld keine Trainingsmöglichkeiten haben.

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