SPD: Elternwille entscheidend
Bild: Wassum
Gesamtschulbefürworter der SPD: (v. l.) Idris Qayomi, Francesco Trifoglio, Michaela Koroch, Brigitte Frisch-Linnhoff, Jörg Ralenkötter und Antonia Koroch.
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 Selbstverständlich gelte das auch, wenn sich die Eltern gegen eine Gesamtschule aussprächen, sagte die Ratsfrau. Mit einer neuen Gesamtschule und keiner Sekundarschule – wie von der CDU favorisiert – wollen die Sozialdemokraten die schulpolitischen Weichen in der Stadt „auf Zukunft“ stellen.

Damit die Eltern der zweiten und dritten Grundschuljahrgänge entscheiden könnten, bedürfe es einer „sachlichen und umfassenden Information“, und zwar über alle Schulformen, meinte Michaela Koroch vom SPD-Vorstand im Pressegespräch. Sekundarschulen sind nach Ansicht des Rheda-Wiedenbrücker SPD-Ortsvereins ungeeignet, um eine „moderne und zukunftsfähige Schullandschaft“ zu schaffen. Sekundarschulen würden „lediglich das gescheiterte dreigliedrige Schulsystem durch ein zweigliedriges“ ersetzen.

Die Einrichtung einer Gesamtschule (bei Erhalt einer Realschule und der beiden Gymnasien in der Stadt) wird nach Meinung der Sozialdemokraten dazu beitragen, die Abiturquote unter Rheda-Wiedenbrücker Schülern zu erhöhen. Und sie werde die „Abwanderung“ in umliegende Gesamtschulen abbremsen, sagte Francesco Trifoglio vom erweiterten SPD-Vorstand. Seit Jahren bereits pendelten mehr als 400 Schüler aus Rheda-Wiedenbrück zu den Gütersloher Gesamtschulen, und die Einrichtung einer Gesmtschule in Herzebrock werde das „Pendel“ weiter ausschlagen lassen, meint die SPD. Im Übrigen ließen sich durch eine eigene Gesamtschule auch 200 000 Euro Schulbuskosten einsparen.

„Pro Gymnasien und pro Gesamtschule“, das ist der Standpunkt der SPD. Die Doppelstadt sei „groß genug dafür“. Als Standort für eine Gesamtschule in der Emsstadt biete sich das Schulzentrum am Burgweg in Wiedenbrück an, meinte Brigitte Frisch-Linnhoff. In Rheda würde der Aufwand für die Einrichtung höher ausfallen.

Die Sozialdemokraten sind davon überzeugt, dass auch Sekundarschul-Befürworter in CDU- und FDP-Reihen bei entsprechend eindeutig geäußertem Elternwillen auf die Gesamtschule umschwenken werden.

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