Schlussstrich unter Vereinsgeschichte
Ende der Vereinsgeschichte: Sänger der Cäcilia Rheda übergaben Dokumente, Fotos, Noten und die restaurierte Vereinsfahne im Rahmen einer kleinen Feierstunde an den Heimatverein Rheda zur Verwahrung.

22 Aktive hatte die „Cäcilia“ zuletzt noch, das Durchschnittsalter betrug 79,4 Jahre. Das könne so nicht mehr weitergehen, waren sich die Sänger einig und beschlossen die Vereinsauflösung. Es bedurfte anschließend einer längeren Vorbereitungszeit, bis es schließlich möglich war, alle wichtigen Unterlagen zusammentragen, damit sie für die Nachwelt erhalten bleiben, erläuterte der zweite Vorsitzender Werner Pagenkemper nun im Rahmen der Übergabe an Professor Dr. Ernst Albien und Dr. Wolfgang Lewe vom Heimatverein. Er kündigte an, dass der langjährige Sänger Willi Zünkler bis zum Jahresende eine vollständige Chronik des Vereinslebens erarbeiten werde.

Schöne Erinnerungen bleiben

Ehrenvorsitzender Rolf Lind blickte in einem kurzen Redebeitrag zurück. Er müsse seine Gedanken leider mit dem Satz „Es war einmal“ überschreiben. Geblieben seien aber viele schöne Erinnerungen, zum Beispiel an eine Chorfahrt ins Elsass, wo die „Cäcilia“ im Straßburger Münster gesungen habe, an etliche gemeinsame Feiern und an zahlreiche Konzerte, mit denen der Chor viel zum Kulturleben Rhedas und später Rheda-Wiedenbrücks beigetragen habe. Die Vereinsfahne sei zum 125-jährigen Bestehen von Mitgliedern des Paramentenvereins Wiedenbrück restauriert worden und deshalb in einem so guten Zustand.

Ehrenplatz für MGV-Fahne

Rhedas Heimatvereinsvorsitzender Professor Dr. Albien betonte, gerade die Fahne werde einen Ehrenplatz bekommen: „Wir überlegen, sie in einer Glasvitrine auszustellen.“ Es sei ein trauriger Anlass, zu dem man zusammengekommen sei, er freue sich aber, dass die Unterlagen dem Heimatverein übergeben würden.

Wehmut beim letzten Ständchen

Auch Bürgermeister Theo Mettenborg verspürte „Wehmut“ bei den Sängern, „das darf auch sein“. Er hoffte aber, alle Beteiligten könnten schließlich mit lachendem Herzen auseinandergehen. Der Rathauschef übergab einen Scheck in Höhe von 274 Euro an Albien – der Rest des „Cäcilia“-Barvermögens – und lud die Sänger, immerhin waren zwölf zu der Feierstunde gekommen, auf zwei Runden ein: „Keine Sorge, das bezahlt die Stadt.“

Selbstverständlich gab es ein Ständchen zum Schluss, dirigiert von Heinz-Josef Stuckemeier – der endgültige Abgesang auf einen traditionsreichen Verein.

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