Schulfrieden freut Ortsvorsteher Stiens
Der Schulstandort Lintel scheint dauerhaft gesichert. Das beruhigt nicht nur Eltern, Kinder und Lehrer, sondern auch die Dorfgemeinschaft. Denn die Postdammschule (Bild) ist aus dem Linteler Ortskern nicht wegzudenken. Vor einem Jahr wurde der Schulverbund Eichendorff-Postdamm gegründet. Seitdem ist die Postdammschule formell nicht mehr eigenständig. Dafür pocht die Bezirksregierung aber auch nicht mehr auf die Mindestzahl von 18 Erstklässlern am Standort Lintel. Jahrgangsinterne Verrechnungen mit der Grundschule an der Triftstraße in Wiedenbrück sind möglich.

Im vergangenen Jahr wurde über die Zukunft des Schulstandorts Lintel kontrovers diskutiert. Die Dorfgemeinschaft befürchtete, dass in absehbarer Zeit keine Grundschüler mehr im Ortsteil unterrichtet werden. Grund waren die zu niedrigen Anmeldezahlen für die erste Klasse. Bei einzügigen Grundschulen, so genannten Zwergschulen, fordert die Bezirksregierung Detmold eine Mindestgröße von 18 Jungen und Mädchen für die Eingangsklasse.

„26 i-Männchen - das ist ja fast Rekord“

Die vorläufigen Anmeldezahlen für das am 7. September beginnende neue Schuljahr stimmen Stiens optimistisch. „26 i-Männchen in Lintel, das ist ja fast Rekord“, freut sich der Ortsvorsteher im Gespräch mit der „Glocke“. Dennoch: Für die Bildung einer zweiten Eingangsklasse reicht es nicht ganz. Dafür wären 31 i-Dötze erforderlich, wie Stadtpressesprecher Martin Pollklas erklärt.

„Entscheidung war richtig“

Stiens und Pollklas verteidigen die Gründung des Schulverbunds aus Linteler Postdamm- und Wiedenbrücker Eichendorffschule im vergangenen Jahr. Die Entscheidung sei richtig gewesen. „So haben wir den Schulstandort Lintel dauerhaft gesichert“, sagt Pollklas. Die Bezirksregierung poche jetzt nicht mehr darauf, dass die Mindestschülerzahl für den ersten Jahrgang erreicht werde. Denn auch rechnerisch bildeten die Schulen nun eine Einheit.

Keine negativen Auswirkungen auf den Unterricht

Dass die Postdammschule offiziell keine selbstständige Bildungseinrichtung mehr ist, sondern im Verbund mit der Eichendorffschule verwaltet wird, habe keine negativen Auswirkungen auf den Unterrichtsbetrieb, im Gegenteil: „Wenn in Lintel Lehrer ausfallen sollten, können Pädagogen der Eichendorffschule zeitnah einspringen“, so Pollklas.

Schließung wäre fürs Dorfleben fatal

Ein Aus für die Postdammschule wäre nicht zuletzt für das Dorfleben fatal gewesen, ist Gerhard Stiens überzeugt. „Feuerwehrhaus, Kindergarten und Grundschule bilden den Dorfmittelpunkt. Hier trifft man sich, hier werden Volksfeste gefeiert. Ein verwaistes Schulgebäude wäre schlimm für uns.“ Doch von diesem Szenario sei man jetzt zum Glück weit entfernt.

Gute Erfahrungen auch in Batenhorst

Ähnlich gute Erfahrungen hätten übrigens die Batenhorster mit dem Schulverbund zwischen der Bonifatius- und der Wiedenbrücker Pius-Schule gemacht, bestätigt Stadtsprecher Pollklas.

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