Schullandschaft im Umbruch
Bild: Wassum
Nicht auf die lange Bank schieben will der Schulausschuss das Thema Schulentwicklungsplanung. Die Gründung der Gesamtschule ist ein Faktor, der zu wesentlichen Veränderungen führt.
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Die Stadt hat nun vom Schulausschuss den Auftrag erhalten, die Vergabe dieser Aufgabe an ein externes Büro vorzubereiten. So ist, wie aus dem Rathaus zu erfahren war, am Dienstag in nicht öffentlicher Beratung im Ausschuss entschieden worden. Zuvor hatte Eberhard Greufe, Städtischer Leitender Rechtsdirektor, in öffentlicher Sitzung die derzeitigen Prognosen skizziert. Ab 2017 sei mit deutlich zurückgehenden Schülerzahlen zu rechnen. Für die Osterrath-Realschule (ORS) könnte das bedeuten, dass sie womöglich nur noch zweizügig wäre, laut Greufe „eine interessante Fragestellung, die man beleuchten sollte“. Die Gesamtschule wiederum, die zum Schuljahr 2013/2014 mit insgesamt acht Zügen (fünf am Standort Rheda und drei in Wiedenbrück) an den Start gegangen ist, droht nach Auskunft der Verwaltung gemäß den jetzigen Voraussagen, zeitweise größer zu werden als von der Bezirksregierung genehmigt. So seien laut Verwaltungsvorlage zur Ausschusssitzung auch darüber Überlegungen anzustellen, ob zwei eigenständige Gesamtschulen zu bilden seien. Schon zum Schuljahr 2014/2015 sind statt zuvor acht Eingangsklassen (209 Schüler) neun Eingangsklassen (vier in Wiedenbrück) mit 243 Schülern eingerichtet worden. Zudem sei über den Standort und die Organisation der Oberstufe nachzudenken: Erste Oberstufenklassen wird es an der Gesamtschule 2019/2020 geben.

ORS könnte zweizügig werden

 Die Vorhersagen, die die Verwaltung auf Grundlage der Übergangsquoten (Wechsel von Grundschülern auf die weiterführende Schulen) der vorigen zwei Unterrichtsjahre bis 2023 anstellt, gehen davon aus, dass 2015 und 2016 zwei „vergleichsweise starke Jahrgänge“ auf die weiterführenden Schulen wechseln. Es wird mit je 22 Zügen gerechnet. Ab 2017 werden 16 bis 17 Züge erwartet – ein Niveau, das voraussichtlich bis 2023 stabil bleibe. Für die Gesamtschule werden in Rheda fünf bis sechs Eingangsklassen angenommen, ab 2017 vier. Für Wiedenbrück geht die Verwaltung von einer Vier- bis Fünfzügigkeit bis 2018 aus, ab da von drei bis vier Zügen. Die ORS könnte bis 2016 drei Eingangsklassen bilden, ab 2017 noch zwei. Das Einstein-Gymnasium wäre bis 2016 fünf- und ab 2017 vierzügig. Fürs Ratsgymnasium wird mit durchgängig drei Zügen gerechnet. Nur 2015 werden vier Eingangsklassen vermutet. Die Ketteler-, und Matthias-Claudius-Schule sowie die Ernst-Barlach-Realschule werden bis in den Sommer 2018 existieren.

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