Selbstständigkeit mit Mut angehen
Bild: Krämer
Ein perfektes Bewerbungsfoto ist oft der Anfang jeder erfolgreichen Karriere. Jan Düfelsiek (l.) lichtet die Teilnehmer der „Mut-Woche“ – in diesem Fall Richard Sprang – ab.
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„Der Nachwuchs ist oft kreativer, als wir glauben“, sagt Dr. Heiner Wortmann. Ihm wolle man „frühzeitig Mut machen, selbst unternehmerisch tätig zu werden“. Deshalb sollen die 16- bis 20-Jährigen in der fünftägigen Ferienakademie lernen, wie ein Betrieb aufgebaut ist und welche Eigenschaften man als Selbstständiger überhaupt mitbringen sollte. „Wir haben ihnen den Weg von der eigenen Idee über die Erstellung eines Konzepts bis zur Gründung einer Firma aufgezeigt“, berichtet Dr. Wortmann.

Workshops und Gespräche mit Unternehmern

In Workshops erarbeiteten die Jungen und Mädchen Grundlagen der Business-Planung und erhielten Einblicke in das Thema Marketing. Neben Gesprächen mit Unternehmern wie Leo Lübke (Cor-Sitzmöbel) und Christian Terhechte (Neuland-Medien) sollten die Teilnehmer Herausforderungen – wie beim Wasserskifahren im kalten Gewässer – meistern. „Das sind Hürden, bei denen man sich überwinden muss“, erklärt Dr. Wortmann. Das sei vergleichbar mit dem Schritt in die Selbstständigkeit.

Seinen Mut hat Jordan Stiens nicht verloren. „Ich kann mir vorstellen, mein eigener Chef zu werden“, sagt der Osterrath-Realschüler. „Aber mir ist bewusst geworden, dass mehr dahinter steckt, als eine gute Geschäftsidee zu haben.“ Solch ein Einfall ist Richard Sprang schon gekommen: Der 17-jährige Ratsgymnasiast möchte Baumhäuser – wie sie im großen Stil bereits in Amerika angeboten werden – auch in Deutschland verkaufen. „Man muss schließlich in Möglichkeiten investieren, die heutzutage noch abwegig erscheinen“, sagt Richard Sprang. Der Workshop habe ihm Kraft und Mut gegeben, sich Geschäftsideen auszudenken und womöglich auch umzusetzen.

An Ideen mangelt es nicht 

Tom Vogelsang ist ebenfalls weiterhin von einer Selbstständigkeit überzeugt. An Ideen für verschiedene Apps mangelt es dem 18-Jährigen nicht – doch zuerst möchte er eine kaufmännische Ausbildung absolvieren. „Ich habe gelernt, dass man ein Unternehmen mit Planung und Struktur aufbaut.“ Jordan Stiens würde an der „Mut-Woche“ wieder teilnehmen: „Es war wie ein großes Praktikum mit viel Spaß.“

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