Signal gegen den Ausbau der B61
Bundesstraße B 61

Henkenjohanns politisches Gegenüber, der Grüne Hans-Hermann Heller-Jordan, hatte im Netz einen Zeitungsartikel aufgetan, der Uwe Henkenjohann an der Seite von Parteifreund Ralph Brinkhaus MdB neben der B 61 zeigt und mit den Worten zitiert: „Was wir hier sehen, kann nur eine Forderung zur Folge haben: den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße zwischen Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh.“

Erkenntnis gereift

 Inzwischen ist bei vielen die Erkenntnis gereift, dass ein solcher Ausbau mehr Zerstörung als Nutzen mit sich bringen würde – auch unter den heimischen Christdemokraten. Und so folgten sie während der jüngsten Sitzung des Bau-, Stadtentwicklungs-, Umwelt und Verkehrsausschusses einem Antrag der Grünen, wonach sich das gesamte Gremium gegen einen vierspurigen Ausbau der B 61 ausspricht. 

Verkehrsgutachten in Planung

Mehr noch: In Abstimmung mit den Nachbarkommunen soll durch ein Fachplanungsbüro ein Verkehrsgutachten erstellt werden. Davon erhofft sich die Politik Vorschläge zur Ertüchtigung der einzelnen Verkehrsknoten und eine Gesamtsicht auf die aktuelle Situation. Überdies sollen die Fachleute die Thematik eines Radschnellwegs OWL mitbetrachten, „um aufzuzeigen, dass alternativ auch eine Entlastung durch ein geändertes Mobilitätsverhalten geschaffen werden könnte“, wie es im Beschluss heißt. 

FDP stimmt dagegen

Trotz breiter Zustimmung für den Vorstoß der Grünen – lediglich FDP-Mann Heinrich Splietker stimmte dagegen – hielt CDU-Ratsherr Peter Heinz Woste fest, dass der Verkehr auf der Strecke ein immenses Ausmaß habe. „Wer anderes sagt, verschließt die Augen.“ Man gehe mit, „weil wir die Menschen mitnehmen müssen“, ergänzte sein Parteikollege Henkenjohann. Splietker im Übrigen begründete seine ablehnende Haltung damit, dass er glaube, „dass der Antrag zu einem großen Teil aus Wahlkampfgründen gestellt worden ist“. Peter Berenbrink (SPD) bezweifelt grundsätzlich, „dass ein vierspuriger Ausbau der B 61 überhaupt in der Praxis möglich ist“. Man müsse vielmehr die Kreuzungsbereiche in den Blick nehmen. 

Die Maßnahme steht im Bundesverkehrswegeplan 2030 und damit im vordringlichen Bedarf.

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