Sommerfest besticht durch Vielfalt
Bild: Nienaber
Ihre Spuren hinterlassen haben beim Sommerfest der Diakonischen Stiftung Ummeln im Rheda-Wiedenbrücker Flora-Park unter anderem Mattis (5) und Enje-Marie (3). Die Beiden haben am Stand der Eingliederungshilfe eine Endlosleinwand mit bunten Bildern verziert.
Bild: Nienaber

Gelegenheit, mittendrin zu sein im bunten Treiben der Stiftung, gab es tatsächlich zur Genüge. Gemütlich ist es im „Wohnzimmer“ der Eingliederungshilfe der Stiftung Ummeln. Ein Sessel, ein Sofa mehrere Stühle rund um einen Tisch: rund um eine angenehme Gesprächsatmosphäre. Kein Wunder also, dass es nicht lange dauert, bis Mitarbeiter der Stiftung, Bewohner einzelner Wohngruppen und Besucher des Fests ins Erzählen kommen.

„Das Eis ist meist schnell gebrochen“, freut sich Jens Sommerkamp, Sprecher der Stiftung. Die Bewohner der Doppelstadt an der Ems, in der die Ummelner unter anderem 62 Klienten in kleinen und größeren Wohngruppen der Behindertenhilfe sowie mehrere Heranwachsende in der Jugendhilfe betreuen, hätten das Motto des Sommerfests nur allzu gern in die Tat umgesetzt. „Der Zuspruch, den wir erfahren, freut uns“, zieht Sommerkamp schon am frühen Nachmittag zufrieden eine erste Bilanz. So wie am Infostand der Integrationshilfe bilden sich auch vor den Pavillons und Mitmachangeboten der Jugendhilfe, des Integrationsunternehmens „Flex“, das in Wiedenbrück die „Anker Villa“ betreibt, sowie der Stiftung als solche zum Teil lange Schlangen. Die „Endlosleinwand“, an der Besucher aufgefordert sind, mit geschriebenen Botschaften und bunten Pinselstrichen ihre Spuren zu hinterlassen, hat schon zur Mittagszeit eine beachtliche Länge erreicht. Einen Namen für die Poesie und Malerei auf Leinwand ist schnell gefunden. „Wir nennen es Vielfalt auf Weiß“, sagt Stiftungs-Mitarbeiter Fabian Möller.

Rund um den Seilzirkus an der Mittelhegge spielt sich das Sommerfest der Ummelner ab. Parallel dazu hat die Flora Westfalica zum Trödeln eingeladen. Feuerwehr, Polizei, DRK, Modellschiffbauer, Boulefreunde, Hobby-Eisenbahner und der Sozialdienst „Handicap“ stellen sich den Besuchern vor dem Reethus vor. Die Wiese nebenan wird derweil unter anderem von Rheda-Wiedenbrücker Schulen und Kindergärten, den Jugendlichen von „Ten Sing“, dem Gebärdensängern „Lautlos“ und dem Gospelchor „Rejoice“ bespielt. Den Auftakt hatte das Sommerfest mit einem Freiluft-Taufgottesdienst der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde gemacht.

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