Spedition Eckervogt meldet Insolvenz an
Bild: Nienaber
Letzte Runde: Der Betrieb der Wiedenbrücker Spedition Eckervogt ruht. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Elf Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.
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Ursprünglich standen bei der Eckervogt OHG 60 Männer und Frauen in Lohn und Brot. Zurzeit verschafft sich Dr. Küpper einen Überblick über die Vermögenswerte des Unternehmens, dessen persönlich haftende Gesellschafter Heinz-Georg und Bernhard Eckervogt sind. Eine realistische Chance zur Fortführung des Speditionsbetriebs sieht der Insolvenzverwalter nicht. „Ich habe die Firma gänzlich ohne Zugmaschinen vorgefunden, die aber eine wesentliche Voraussetzung für ein Fuhrunternehmen sind“, sagte Dr. Küpper im Gespräch mit der „Glocke“. Erschwerend komme hinzu, dass der überwiegende Teil der Beschäftigten bereits entlassen worden oder in anderen Unternehmen untergekommen sei.

Die Firma Eckervogt war 1967 gegründet worden. Der Hauptsitz befindet sich am Berliner Wall 20 in Wiedenbrück. Die Außenstelle an der Kupferstraße im Gewerbegebiet Lintel ist nach Auskunft von Dr. Küpper bereits geschlossen worden. Ein weiterer Standort befindet sich an der Straße „An der Schwedenschanze“ an der Grenze zu Rheda. Zum Besitz des Unternehmens gehören laut Dr. Küpper mehrere Immobilien sowie zwei Kiesgruben. Eine befindet sich im Kreis Gütersloh, die andere in Ostdeutschland.

Im vergangenen Jahr hatte der Kreis Gütersloh der Spedition die Lizenz zum Transport von Gütern entzogen – unter anderem wegen Verstöße gegen die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten sowie technischer Mängel an den Zugmaschinen. Dagegen hatte sich die Firma vor dem Oberverwaltungsgericht gewehrt, allerdings ohne Erfolg.

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