Sportplatzsuche führt an die Kleestraße
Bild: Landenberger
Wo bitte geht’s zur Alm? Die Frage, wo der dringend benötigte zweite Sportplatz von Rot-Weiß St. Vit gebaut werden soll, scheint beantwortet: An der Kleestraße, die Zustimmung der Bezirksregierung vorausgesetzt.
Bild: Landenberger

Einstimmig haben während ihrer Sitzung am Donnerstag die Mitglieder des Bau-, Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusses für den Standort südlich von St. Vit votiert. Einziger Haken: Für die geplante Nutzung ist eine Änderung des Regionalplans notwendig, für die die Bezirksregierung grünes Licht geben muss. An sie soll nun, so der Ausschussbeschluss, ein entsprechender Antrag gestellt werden. „Sportflächen sollen nicht einfach in freier Landschaft errichtet werden“, erklärte Diplom-Ingenieur Michael Kasper vom Landschaftsarchitekturbüro „Kortemeier Brokmann“, dass es landesplanerisches Ziel sei, Sportanlagen im allgemeinen Siedlungsbereich unterzubringen. Dies kann das Areal westlich der Kleestraße schräg gegenüber dem bestehenden Fußballplatz wegen des trennenden Hamelbachs und dessen Überschwemmungsbereichs nicht leisten. Zudem liegt es im Landschaftsschutzgebiet.

Standortvarianten unter die Lupe genommen

Sieben potenzielle Standorte hatte das von der Stadt mit einer Alternativenprüfung beauftragte Büro „Kortemeier Brokmann“ unter die Lupe genommen, um Bereiche zu finden, die womöglich keine Regionalplanänderung erforderlich gemacht hätten. Fünf Varianten  wurden näher betrachtet und auf unterschiedliche Kriterien hin abgeklopft. Siedlungsstrukturelle Aspekte wie Lärmbelästigung und eine Anbindung ans Verkehrsnetz wurden ebenso berücksichtigt wie Fragen des Naturschutzes. So fühlen sich etwa mancherorts Steinkauz und Kiebitz wohl. „Variante drei war lange von uns präferiert“, erklärte Technischer Beigeordneter Gerhard Serges, dass eine Fläche an der Eusterbrockstraße fast das Rennen gemacht hätte. Dort sei jedoch der Grunderwerb gescheitert. Für das Areal an der Kleestraße spricht, wie die Voruntersuchung zeigt, dessen Erreichbarkeit. Bis zum Ortskern St. Vit sind es fast 750 Meter, die regionale Anbindung wird über die Kleestraße, an der auch ein Radweg liegt, gewährleistet. Es sei „ein Stück Überzeugungsarbeit in Detmold nötig“, sagte Gerhard Serges. Die Planänderung wird ein zehn Hektar großes Areal betreffen, für die Sportanlage selbst wird mit maximal vier Hektar Fläche gerechnet.

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