Sportwagen-Fahrer auf A2 tödlich verletzt
Fotos: Eickhoff
Tödlicher Verkehrsunfall auf der A2 zwischen Herzebrock-Clarholz und Rheda-Wiedenbrück - die Polizei sucht Zeugen.
Fotos: Eickhoff

Vermutlich aufgrund seiner sehr hohen Geschwindigkeit sah der Fahrer einer gut 30 Jahre alten Chevrolet Corvette dann keine andere Chance mehr, als den Oldtimer nach rechts zu lenken. Dabei verlor er die Gewalt über den Sportwagen, der von der Fahrbahn abkam.

Keine Mitfahrer in Waldstück gefunden

In einem angrenzenden Wald überschlug sich das Fahrzeug, dünnere Bäume wirkten wie eine Sprungschanze. So wurden Zweige in etwa vier Metern Höhe abgerissen, der Fahrer aus dem Fahrzeug geschleudert und tödlich verletzt. 

Nach etwa 200 Metern blieb die Corvette vor einem Baum völlig zerstört liegen. Beim Eintreffen der Feuerwehr qualmte der Wagen - er hatte sich entzündet. Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Schnier konnte der Entstehungsbrand von den Einsatzkräften schnell gelöscht werden, ferner suchten die rund 40 Feuerwehrleute in dem Waldstück nach möglicherweise weiteren herausgeschleuderten Mitfahrern. Die Suche verlief negativ. 

Völlig zerstört: die Corvette. 

Mit Drohnen Luftbilder von Unfallstelle gemacht

Das Technische Hilfswerk aus Gütersloh wurde alarmiert, um mit Scheinwerfern die 200 Meter lange Unfallstelle auszuleuchten. „Dazu waren mehrere leistungsstarke Notstromerzeuger notwendig“, berichtete deren Zugführer Christian Machenschall. Die 16 ehrenamtlichen Helfer unter seiner Leitung waren mit vier Fahrzeugen angerückt. 

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld untersuchten zwei Sachverständige die Unfallstelle, sicherten Spuren und machten mit einer Drohne Übersichtsaufnahmen. 

Anschlussstelle Herzebrock-Clarholz stundenlang gesperrt

Die Autobahnmeisterei Oelde sperrte an der Anschlussstelle Herzebrock-Clarholz die Autobahn für rund sechs Stunden, der Verkehr staute sich auf etwa fünf Kilometern Länge. Nach gut zwei Stunden konnten die Fahrzeuge, die zwischen der Auffahrt und der etwa einen Kilometer entfernten Unfallstelle standen, über den linken Fahrstreifen die Unfallstelle passieren und in Richtung Hannover weiterfahren. Um 1.40 Uhr rollte der Verkehr wieder.

Der Fahrer des ausscherenden Fahrzeuges - laut Polizei ein silberfarbenes Auto - fuhr weiter. Ob er etwas von dem Unfall bemerkt hat, steht nicht fest. Das Verkehrskommissariat in Bielefeld sucht Zeugen, die nähere Angaben machen können (Tel: 0521/5450)

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