Sprengung eines Geldautomaten scheitert
Foto: Eickhoff
Auf einem Motorroller sind zwei Männer geflohen, die am Mittwochmorgen versucht haben sollen, einen Geldautomaten am Klingelbrink in Wiedenbrück zu sprengen.
Foto: Eickhoff

Die Polizei geht davon aus, dass sich die Kriminellen gestört fühlten und deshalb das Weite suchten. Laut Auskunft der Polizei hatten Zeugen ungewöhnliche Geräusche aus dem Vorraum der Bankfiliale an der Straße Klingelbrink wahrgenommen und die Ordnungshüter gegen 4.10 Uhr benachrichtigt. Die Beobachter hatten gesehen, wie zwei Männer aus dem Vorraum des Geldinstituts in Richtung Neupförtner Wall flüchteten. Von dort aus haben sich die beiden mit einem motorisierten Zweirad aus dem Staub gemacht.

Zwei Männer flüchten auf Motorroller

Erste Erkenntnisse lassen auf einen Motorroller schließen. Auffällig sei ein Streifenmuster auf der Kleidung der Männer gewesen. Die Polizei eilte mit Beamten des Streifendiensts, der Kripo und der Spurensicherung zum Ort des Geschehens und leitete Fahndungsmaßnahmen ein. Dort stellten sie fest, dass eine Automatensprengung vorbereitet worden war. Darauf ließen diverse Utensilien schließen sowie unter anderem auch Schlagspuren an dem Geldausgabegerät.

Die Feuerwehr war ebenfalls im Einsatz. Eigenen Angaben zufolge waren zehn Kräfte des Löschzugs Wiedenbrück beteiligt. Sie setzten Multimessgeräte, mit denen verschiedene Stoffe in der Luft gemessen werden können, ein. Während der Spurensicherung – die Mitarbeiter rückten eigens abermals bei Tageslicht an, um den Ort des Geschehens bei Helligkeit noch besser unter die Lupe nehmen zu können – war der Bereich rund um den Tatort abgesperrt worden.

Filiale wieder geöffnet

Der Filialbetrieb der Commerzbank lief am Klingelbrink laut Angaben des Geldinstituts bereits am Mittwochmorgen wieder normal. Einen solchen Sprengungsversuch habe es in dem Unternehmen in Rheda-Wiedenbrück bisher noch nicht gegeben. „Ein Ein- und Auszahlautomat wie auch die drei Bankterminals für Konto- und Depotauszüge, Überweisungen und Daueraufträge sind unbeschädigt und voll funktionstüchtig. Auch findet Beratung in der Filiale statt“, teilte Jan Flöthmann, Marktbereichsleiter der Commerzbank Rheda-Wiedenbrück, mit. Zum beschädigten Automaten hieß es, dass er ausgetauscht werde.

Zeugen gesucht

Die Polizei sucht Zeugen. Wer Hinweise zu der versuchten Sprengung und den Verdächtigen geben kann, wird gebeten, sich bei der Dienststelle in Gütersloh unter Tel. 05241/8690 zu melden.

SB-Zone nachts zugänglich

Wie Sonja Habig, Pressesprecherin bei der Commerzbank für die Region Nord/West, auf Nachfrage dieser Zeitung informierte, ist die SB-Zone der Filiale in Wiedenbrück nachts zugänglich. An einigen anderen Standorten in der Region würden Selbstbedienungsbereiche ztu dieser Zeit geschlossen. Das erfolge jedoch weniger aus Sicherheitsgründen, als vielmehr in größeren Städten mit Blick auf unerwünschte Übernachtungsgäste. Sie betont gleichzeitig: „Wir prüfen beständig, welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll sind, um unsere Filialen vor Einbruch und Diebstahl zu schützen.“ Bundesweit habe die Commerzbank zusätzliche Sicherungsmaßnahmen in ihren Filialen vorgenommen, um Angreifer abzuschrecken, und sie habe zudem die Sicherheitskonzepte in den SB-Zonen erweitert. 

Sicherheitsmaßnahmen werden immer wieder aktualisiert 

Die Abwehrmaßnahmen des Geldinstituts, die immer wieder aktualisiert würden, seien wirksam: Die Zahl erfolgreicher Sprengungen sei in den vergangenen Monaten bundesweit erfolgreich zurückgegangen. Um jedoch potenziellen Tätern nicht in die Karten zu spielen, werde das Unternehmen aus Sicherheitsgründen solche Maßnahmen nicht im Detail kommunizieren, unterstrich Sonja Habig. Nur soviel: Die Bandbreite diverser Möglichkeiten reiche von Nebelmaschinen bis zu Farbpatronen.

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