St. Aegidius gründet eigene Stiftung
Bild: Grujic
Den Vorstand der neuen Gemeindestiftung St. Aegidius bilden: (v. l.) Pfarrdechant und Vorsitzender Meinolf Mika, Werner Twent, Henrika Küppers, Ulrich Wagener und Christian Descher.
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Den Grundstock der Gemeindestiftung St. Aegidius bildet eine Erbschaft in Höhe von 42 000 Euro. Das Geld hatte eine Wiedenbrücker Christin der Pfarrgemeinde vermacht. „Darauf wollen wir aufbauen“, sagt Kirchenvorstandsmitglied Werner Twent. Er bildet mit Christian Descher, Henrika Küppers, Ulrich Wagener und Pfarrdechant Meinolf Mika als Vorsitzendem den Stiftungsrat, der künftig über die Verwendung der Erträge entscheidet und für die Gewinnung neuer Zustiftungen und Spenden verantwortlich zeichnet. Doch bis die ersten Gelder an Projekte, Einrichtungen oder auch bedürftige Familien ausgeschüttet werden, wird es noch etwas dauern. „Aktuell ist das Vermögen der Stiftung noch nicht groß genug, um ausreichend finanzielle Mittel für die Verfolgung unserer Ziele bereitzustellen“, sagt Twent. „Daher sind wir insbesondere in der Startphase auf Spenden angewiesen.“

Für die Zukunft Sorge tragen

Die Gemeindestiftung wird künftig zweigleisig fahren: Zustiftungen wie beispielsweise aus Erbschaften erhöhen das festliegende Stiftungsvermögen dauerhaft. Nur die Zinserträge werden gemäß der Satzung verwendet. Spenden hingegen können sofort für konkrete Hilfsprojekte genutzt werden. Wer sich als Spender oder Stifter engagieren will, kann sich direkt an die Gemeinde wenden. Eine Broschüre, die unter anderem in der Kirche ausliegt, informiert über die Details. Pfarrdechant Mika betont, dass die Gemeinde finanziell nicht mit dem Rücken zur Wand stehe. „Die Stiftungsgründung ist mit Blick auf die Zukunft erfolgt.“ Denn vor Problemen wie sinkenden Kirchensteuereinnahmen und der Zunahme an Kirchenaustritten dürfe man nicht die Augen verschließen. „Im Gegenteil: Wir müssen rechtzeitig gegensteuern, um unsere finanzielle Handlungsfähigkeit sicherzustellen.“ Die Gemeindestiftung solle überall dort aktiv werden, wo staatliche und andere Förderprogramme nicht greifen, trotzdem aber akuter und begründeter Bedarf vorhanden ist, erklärt Werner Twent. Die drei gemeindlichen Kindergärten, das Jugendhaus St. Aegidius, Erziehung im Allgemeinen, das Altenpflegeheim oder auch Kunst und Kultur (Stichwort Kirchenmusik) seien denkbare Betätigungsfelder. „Aber es kann auch mal die Finanzierung eines Kommunionkleids sein, das sich eine am Existenzminimum lebende Familie nicht ohne Weiteres leisten kann“, sagt Henrika Küppers, die auch in der Pfarrcaritas St. Aegidius Wiedenbrück engagiert ist.

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