Stadt kauft Tennishalle und Gaststätte
Ab 1. September ist die Stadt Rheda-Wiedenbrück neue Eigentümerin der Tennishalle (l.) und der Gaststätte Klein an der Hauptstraße. Die gesamte Fläche soll überplant werden. Ziel sei es, die im „Masterplan 2020+“ aufgezeigten Ideen umzusetzen, heißt es aus dem Rathaus. Gemeint ist die Errichtung der neuen Stadthalle auf dem Areal. Doch das ist Zukunftsmusik. Zunächst soll der Spielbetrieb in der Tennishalle weiterlaufen, und für die Gaststätte sucht die Stadt einen neuen Pächter.

Die Gaststätte stellt zum 28. August ihren Betrieb ein, ab 1. September ist die Kommune neue Eigentümerin der 10.000 Quadratmeter großen Liegenschaft. Was danach aus dem traditionsreichen Gasthof mit angeschlossenem Saalbetrieb wird, ist noch unklar. Weil sich Vereine und Privatpersonen bereits für die kommenden Monate verbindliche Termine gesichert haben, sucht die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben nach einer „Zwischenlösung“. Mittelfristiges Ziel sei es, die Gaststätte zum 1. Januar 2012 an einen neuen Betreiber zu verpachten. Die Nutzungsverträge für die Tennishalle sollen fortbestehen.

Potenzielles Grundstück für neue Stadthalle

Doch die Stadtverwaltung will nicht dauerhaft ins Gastronomiegewerbe einsteigen. Die Emsstadt spekuliert nach eigenen Angaben darauf, auf dem Areal an der Hauptstraße in einigen Jahren die neue Stadthalle zu errichten. Genau das sieht übrigens auch der „Masterplan 2020+“ vor. „Der Reethus-Ersatzbau kann hier prominent in die neu zu gestaltende Hauptachse zwischen Rheda und Wiedenbrück eingebunden werden und gleichzeitig den Übergang in den Park markieren“, heißt es auf Seite 152 des Stadtentwicklungskonzepts.

Ratsbeschluss in nicht öffentlicher Sitzung

Durch den Grundstückskauf, dem der Stadtrat im März in einer nicht öffentlicher Sitzung die Zustimmung erteilt hat, sei ein Stadthallen-Neubau an gut sichtbarer Stelle in greifbare Nähe gerückt, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. „Durch den Kauf des Klein-Grunstücks werden bereits vorhandene Flächen an dieser Stelle zusammengefügt.“

Die Bagger für den Reethus-Ersatzbau werden nicht gleich übermorgen anrücken. Erst kürzlich hatte der Stadtrat beschlossen, fünf Jahre lang Geld für den Neubau anzusparen und sich dann nach Kassenlage für einen kompletten Neubau oder doch für eine Sanierung des bestehenden Reethuses zu entscheiden.

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