Stadthallen-Ersatz frühestens 2014
Nicht mehr zu retten ist das Reethus nach Auffassung von Bürgermeister Theo Mettenborg. Eine Sanierung der in die Jahre gekommenen Stadthalle sei wirtschaftlich nicht darstellbar. Die Zeichen stehen daher klar auf Neubau.

Konkrete Weichenstellungen auf dem Weg zum Reethus-Ersatzbau plant Mettenborg noch für das laufende Jahr. Spätestens nach den Sommerferien sollen die Eckwerte für das Millionenprojekt festgezurrt werden. „Um in konkrete Planungen einzusteigen, müssen wir wissen, wohin die Reise gehen soll“, sagte der Bürgermeister. Gesetzt sei schon heute, dass der für die neue Stadthalle angesparte Betrag von sechs Millionen Euro nicht überschritten werden soll. Seit 2010 legt die Kommune jährlich 1,2 Millionen Euro für die geplanten Veranstaltungsfläche auf die hohe Kante. Mettenborg erwartet in den kommenden Monaten „glasklare Aussagen darüber, was für sechs Millionen Euro möglich ist und was nicht“. Darüber hinaus soll eine Liste mit weiteren wünschenswerten Sonderausstattungen für die Stadthalle erstellt werden, „die dann zum Tragen kommt, wenn sich unsere finanzielle Situation verbessert“.

Nach wie vor setzt Bürgermeister Mettenborg bei der Realisierung des Reethus-Ersatzbaus auf die Beteiligung privater Sponsoren. Ziel sei es, einen Stadthallen-Förderkreis zu gründen, dem sich Unternehmen genauso wie Einzelpersonen anschließen können.

Keinen Hehl machte Theo Mettenborg am Dienstag daraus, dass es einen deutlich kostspieligeren Stadthallen-Bau, wie ihn sein Amtsvorgänger Bernd Jostkleigrewe geplant habe, mit ihm nicht geben werde. Mettenborg: „Der alte Entwurf sah allein drei Millionen Euro für eine aufwendige Licht- und Tontechnik für Theater- und Musikvorführungen sowie einen Orchestergraben vor.“ Die Doppelstadt müsse im Blick behalten, „was sinnvoll ist und was wir uns leisten können“, unterstrich der Bürgermeister. Ein auf sechs Millionen Euro gedeckelter Neubau passe in Anbetracht der Kassenlage in die Zeit.

Vereine und Verbände sollen nach Auskunft von Mettenborg die Hauptnutzer der neuen Stadthalle sein. Deshalb sollten sie in die Planungen einbezogen werden. Geklärt werden müsse ferner, wie die etwa 140 nachzuweisenden Pkw-Stellplätze für die Besucher geschaffen werden können. An der Hauptstraße als neuem Stadthallen-Standort will Mettenborg festhalten. Eine Renovierung des Reethuses anstelle eines Neubaus schließt er aus wirtschaftlichen Aspekten aus.

SOCIAL BOOKMARKS