Staplerfahrer will Meistertitel aufgabeln
Bild: Schumick
Will wieder aufs Siegertreppchen: Oleg Schmidt aus Rheda tritt beim Stapler-Cup in Aschaffenburg an, und will deutscher Meister werden. Das Bild zeigt ihn (Mitte) bei der Regionalmeisterschaft in Bielefeld. Dort errang er den ersten Platz. 
Bild: Schumick

 Die regionale Qualifikationsrunde hat er bereits zum zweiten Mal erfolgreich absolviert. In diesem Jahr ging er aus ihr als Erstplatzierter hervor. Um bei der Regionalmeisterschaft in Bielefeld ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, musste Schmidt drei unterschiedliche Aufgaben meistern. Bei dem ersten Parcours musste er mit der Staplergabel einen Basketball aufnehmen und in einem Korb versenken. Als nächste Herausforderung galt es, mit einem an einem Stock befestigtem Magneten, der wiederum an der Gabel fixiert war, fünf kleine Entchen aus einem Pool zu fischen. Die letzte Herausforderung bestand darin, drei kleine Metallfässer aufzunehmen, um sie zu einer Pyramide aufzubauen. Oleg Schmidt gab alles, blieb deutlich unter dem Höchstlimit von sechs Minuten und siegte. Die Plätze zwei und drei belegten der Lippstädter Andrey Just und Peter Janzen aus Anröchte.

Schmidt möchte sein Bestes geben

Im Unterschied zu vielen anderen Wettkampfteilnehmern fährt Schmidt beruflich nicht mehr das Förderfahrzeug. „Schon seit fünf Jahren sitze ich nicht mehr täglich auf dem Stapler“, erklärte er. Damals wechselte er innerhalb seiner Firma den Bereich und tauschte Gabelstapler gegen Werkzeug und Maschinen. „Ich verlasse mich da auf meine Erfahrungen. Während meiner Arbeit als Staplerfahrer konnte ich ja viel üben“, sagte er und blickt zuversichtlich dem Wettkampf entgegen. Bereits 2003 nahm Schmidt das erste Mal an der Regionalmeisterschaft teil. Durch einen Siegplatz 2005 folgte die Teilnahme an der erstmalig stattfindenden Deutschen Meisterschaft. „Da war ich allerdings zu nervös“, gab Oleg Schmidt zu. „Ich habe nicht verstanden, wie das abläuft“. Nun bekommt er ein zweites Mal die Chance. Der offiziellen Einladung zum Stapler-Cup liegen Erklärungen zu den ersten drei Vorrunden sowie dem Viertelfinale vor (siehe Hintergrund). Schmidt hat bereits zweimal üben können. Die Herausforderungen im Finale und Halbfinale sind den Teilnehmern im Vorfeld jedoch unbekannt. So oder so werde er natürlich sein Bestes geben“, sagt er, und gesteht zugleich, dass er trotz allem aufgeregt sei. Fest steht, er kann auf drei besondere Glücksbringer zählen: Seine Frau und die beiden Kinder reisen mit nach Aschaffenburg, wo sie ihm am heutigen Samstag im Kampf um die Deutsche Meisterschaft die Daumen drücken.

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