Starke Resultate dank Kooperation
Bild: Hanheide
Gemeinsam zum Erfolg: (v.l.) Beatrix Schütte und Brigitte Kaese („Pro Arbeit“), Auszubildender Eugen Janzen, Markus Münstermann („Pro Arbeit“), Auszubildender Manuel Strieker und Manfred Dusartz (Mosecker) in der Lehrwerkstatt im Haus der Ausbildung.
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Die Zusammenarbeit zwischen dem Haus der Ausbildung von „Pro Arbeit“ am Sandberg und dem Großhandel für Sanitär, Heizung, Lüftung, Elektro und Stahl begann vor mittlerweile fünf Jahren.

„Unser Unternehmen kann den Auszubildenden nicht das gesamte Spektrum der Metallverarbeitung näher bringen, weil wir keine eigene Lehrwerkstatt haben“, sagt Manfred Dusartz, Ausbilder von Mosecker. „Dennoch wollten wir nicht darauf verzichten, Lehrlinge einzustellen.“ Folglich musste eine Kooperation her. Während die Auszubildenden in dem Unternehmen praktische Fähigkeiten wie das Bedienen der Maschinen sowie Kenntnisse über das Material und die Produktionsprozesse erworben haben, absolvierten sie bei „Pro Arbeit“ einen Metallbaukursus, in dem sie Fertigkeiten wie Drehen, Fräsen und Bohren vertiefen konnten.

Jetzt ernteten alle Beteiligten die Früchte dieser überaus erfolgreichen Zusammenarbeit: Manuel Strieker gehört mit einem Ergebnis von 97 Prozent in der Abschlussprüfung zu den 231 besten Auszubildenden im Bereich Metallbau aus den Bezirken der 16 Industrie- und Handelskammern in NRW. Eugen Janzen zählt mit 94 Prozent zu den besten Maschinen- und Anlagenführern Ostwestfalens. Beide bleiben zunächst bei Mosecker: „Bisher haben wir in den fünf Jahren nur eine Auszubildende nicht übernommen“, betont Dusartz. Mit ihren herausragenden Ergebnissen haben beide gute Aufstiegsmöglichkeiten und können beispielsweise eine Techniker- oder Meisterprüfung anschließen.

„Pro Arbeit“ sieht sich vor allem als Vermittler. „Wir arbeiten mit mehr als 20 Betrieben aus dem gesamten Kreisgebiet zusammen, insbesondere in den Bereichen Elektro und Metall“, erklärt Markus Münstermann, Ausbilder im Bereich Metall am Sandberg. „Manuel und Eugen haben einige Umwege genommen, doch jetzt haben sie es geschafft“, freute sich „Pro Arbeit“-Geschäftsführerin Brigitte Kaese.

„Wir achten nicht so sehr auf die schulischen Leistungen unserer Bewerber“, erklärt Manfred Dusartz vom Sanitärgroßhandel Mosecker mit Teilstandort an der Siemensstraße in Rheda. Grundlegende mathematische Kenntnisse sowie gewisse handwerkliche Qualitäten seien jedoch vonnöten. „Am wichtigsten ist es uns aber, dass die jungen Männer und Frauen Einsatzbereitschaft und Motivation mitbringen“, sagt Dusartz. Mosecker und „Pro Arbeit“ kooperieren in Ausbildungsfragen bereits seit mehr als fünf Jahren. In dieser Zeit wurden auch Auszubildende eingestellt, denen andere Betriebe wahrscheinlich keine Chance eingeräumt hätten: Beispielsweise eine alleinerziehende, junge Mutter. „Auch dafür steht unsere Zusammenarbeit“, unterstreicht „Pro Arbeit“-Geschäftsführerin Brigitte Kaese. „Gleiche Chancen für alle, lautet unsere Devise.“

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