Startschuss fürs „Ka-Sharing“ gefallen
Bild: Grujic
Eines der silberfarbenen „Ka“-Modelle ist auf dem Parkplatz am Nordwall in Wiedenbrück stationiert. Mit einer Chipkarte lassen sich die Fahrzeuge öffnen, erklärt Hans Carree junior.
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Kooperationspartner von Ford vor Ort ist das Autohaus Lückenotto. Wartung und Pflege der Leihfahrzeuge sowie die Rahmenvertragsabschlüsse mit den Endkunden – alle Fäden laufen dort zusammen. Das Autohaus Lückenotto ist einer von sechs Ford-Händlern in Deutschland, mit denen der Kölner Automobilhersteller sein Carsharing-Projekt an den Start bringt. Mittelfristig soll die Leihwagen-Flotte von Ford bundesweit 3000 Fahrzeuge umfassen.

„Seit der Vorstellung des Konzepts Mitte Mai ist das Interesse der Bevölkerung stetig gewachsen“, sagt Hans Carree junior, der bei Ford-Lückenotto fürs Carsharing verantwortlich ist. Auf eine bestimmte Altersgruppe festlegen lasse sich der Kundenkreis aber nicht. „Auch von erstaunlich vielen Senioren haben wir Anfragen erhalten.“ Grundsätzlich sei Carsharing für Singles, Paare und Familien interessant, die wenig Auto fahren, sich keinen (Zweit-)Wagen leisten können oder wollen beziehungsweise keinen Wert auf ein eigenes Auto vor der Haustür legen. Hans Carree junior: „Gerade für die jüngere Generation ist der fahrbare Untersatz immer seltener ein Statussymbol.“

Von heute an können die „Ka“-Modelle ausgeliehen werden. Die Fahrzeuge warten am Nordwall in Wiedenbrück sowie am Bahnhof und am Rathaus in Rheda auf ihre Nutzer. Um am Carsharing-System teilnehmen zu können, muss man vor der Erstausleihe einen Rahmenvertrag abschließen, in dem unter anderem die Gebühren geregelt werden. Ab 1,50 Euro pro Stunde, 19 Cent pro gefahrenem Kilometer oder alternativ 29 Euro pro Tag ist man dabei.

Die registrierten Nutzer erhalten eine Chipkarte, mit denen sich die Fahrezeuge von außen öffnen lassen. Der Zündschlüssel ist im Handschuhfach deponiert. Vor jeder Buchung ist eine Vorlaufzeit von wenigstens 15 Minuten erforderlich – die Verfügbarkeit der Leihwagen vorausgesetzt.

Ursprünglich sollte das Carsharing in Rheda-Wiedenbrück bereits Mitte Juni starten. Doch technische Probleme mit den für das Ausleihsystem notwendigen Bordcomputern führten zu Verzögerungen („Die Glocke“ berichtete).

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