Straßenausbau dauert Politikern zu lange
Bild: Dresmann
Fast fertig ist der mittlere Sanierungsabschnitt der Ringstraße zwischen Fontaine- und Oelder Straße. Die Ampel an der Kreuzung Oelder Straße fehlt allerdings noch. Am Mittwoch brachten Arbeiter zumindest schon die weißen Haltelinien auf den Asphalt auf.
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Michael Duhme von der städtischen Tiefbauabteilung stellte in der jüngsten Bau-, Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusssitzung die Einzelheiten vor. Die Ringstraße soll auf dem Teilstück zwischen Seniorenheim St. Elisabeth und Bahnhof Rheda ebenso wie auf dem bereits erneuerten Abschnitt eine Ausbaubreite von zwölf Metern erhalten. Die asphaltierte Fahrbahn misst 5,5 Meter im Querschnitt, die beidseitigen Gehwege jeweils 1,5 und die ebenfalls auf beiden Straßenseiten vorgesehenen Radwege je einen Meter in der Breite. Hinzu kommt links wie rechts der dem motorisierten Verkehr vorbehaltenen Haupttrasse ein 75 Zentimeter breiter gepflasterter Sicherheitsstreifen.

Da der Bauausschuss für die Maßnahme grünes Licht gab, können die Arbeiten schon in Kürze ausgeschrieben werden. Michael Duhme wünscht sich einen Baubeginn noch vor den Sommerferien. Spätestens im Frühsommer 2013 soll der Abschnitt fertig sein. Die Kosten für das Teilstück bezifferte er auf 526.500 Euro. Darin enthalten sind 50.000 Euro für die Erneuerung der Hausanschlüsse. Arbeiten an der Hauptkanalisation seien nicht erforderlich. Die Stadt rechnet mit Fördermitteln vom Land in Höhe von 265.000 Euro. Abzüglich der Anliegerbeiträge (37.950 Euro) verbleibt ein kommunaler Eigenanteil von 223.550 Euro.

Peter Berenbrinck (SPD) kritisierte die lange Bauzeit. „Das dauert ja noch länger als die Sanierung des Abschnitts zwischen Fontaine- und Oelder Straße.“ Es könne nicht sein, dass „eine der Hauptverkehrsachsen zwischen Rheda und Wiedenbrück über Monate lahm gelegt wird“. Die Stadtverwaltung als Auftraggeberin der Baufirmen „muss dafür Sorge tragen, dass niemand schludert“.

Hubert Möller (FDP) gehen die Arbeiten auf der Ringstraße ebenfalls nicht schnell genug. Trotz des milden Winters habe der Baustellenbetrieb mehr als einen Monat geruht. Dirk Kamin (UWG) wunderte sich, dass die Ampel an der Kreuzung Oelder Straße immer noch nicht fertig sei. „Das nehme ich auf meine Kappe“, sagte Michael Duhme und versicherte, dass die Lichtzeichenanlage noch in den nächsten Tagen aufgestellt werde.

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