Streit um Feuerwehrschild in Lintel
Bild: Grujic
Die Mitglieder der Altersabteilung des Löschzugs Lintel ärgern sich über die Forderung des Stadtbrandmeisters Ulrich Strecker. Der Rheda-Wiedenbrücker Feuerwehrchef verlangt einen Austausch des meterlangen Schilds, das vor dem im Jahr 2008 in Betrieb genommenen Anbau des Gerätehauses an der Kapellenstraße prangt. „Alles soll so bleiben, wie es ist“, fordern (v. l.) Alfons Westergerling, Heiner Reckhaus, Karl-Heinz Möller, Franz Laukemper, Alfons Bultschnieder, Willi Richter, Theo Luismeier, Christoph Bröker, Johannes Stienhans sowie der ehemalige Linteler Löschzugführer und Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Heinz Siefert.
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„Freiwillige Feuerwehr Lintel“ ist auf der Tafel zu lesen, die sich auf voller Fassadenbreite oberhalb der Rolltore der beiden Einsatzfahrzeugstellplätze erstreckt. Nach Ansicht des Stadtbrandmeisters Ulrich Strecker ist der Text jedoch „sachlich nicht korrekt“, denn eine eigenständige Freiwillige Feuerwehr Lintel gebe es nicht. „Richtig ist, dass sich die Freiwillige Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück aus den fünf Löschzügen Rheda, Wiedenbrück, Batenhorst, St. Vit und Lintel zusammensetzt“, betont Strecker.

Der Stadtbrandmeister pocht daher auf den Austausch der aus seiner Sicht irreführenden Hinweistafel, die seit etwa zwei Jahren vor dem Anbau des Linteler Feuerwehrgerätehauses prangt. Er, seine beiden Stellvertreter, die fünf Löschzugführer sowie der zuständige städtische Fachbereich Sicherheit und Ordnung hätten sich bereits im Februar auf diese Vorgehensweise verständigt und sich auch schon auf einen neuen Text für das umstrittene Schild geeinigt. „Freiwillige Feuerwehr Löschzug Lintel“ soll künftig auf dem Banner zu lesen sein. Eingerahmt werden solle der Schriftzug auf dem neuen Entwurf links durch das Feuerwehrsymbol und rechts durch das Wappen des Ortsteils Lintel.

Dass sich nun Widerstand gegen den Beschluss regt, kann Ulrich Strecker angesichts der vorangegangenen Entscheidung des Führungskreises der Feuerwehr, an der auch der Linteler Löschzugführer Helmut Niemeier beteiligt gewesen sei, nur schwer nachvollziehen.

Heinz Siefert, selbst bis 2005 fast 30 Jahre lang Chef des Löschzugs Lintel, weiß in seiner Kritik „die ganze Ehrenabteilung, viele aktive Wehrleute sowie zahlreiche Dorfbewohner“ hinter sich. Das Schild sei ein „echter Blickfang“ für den Stadtteil, stärke das Wir-Gefühl im Ort und sei nicht zuletzt bei der Besichtigung von der Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ vor rund zwei Jahren lobend erwähnt worden. Siefert: „Wir können nicht verstehen, warum das Schild jetzt ohne Not ausgetauscht werden soll.“ Die Hinweistafel sei seinerzeit komplett durch Spenden und Eigenleistung finanziert worden, ein Ersatzschild müsse die Stadt Rheda-Wiedenbrück aus öffentlichen Töpfen bezahlen.

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